Mit dem Ex-Partner abschließen, wenn ein Kind da ist

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Wie bloß?

Ein komplexes Thema für Eltern. 

Mit dem Ex-Partner abzuschließen, wenn keine Kinder vorhanden sind, ist nicht so schwierig. Man geht sich (einfach) aus dem Weg und lenkt sich ab . Es sind viele Rituale vorhanden die eine Loslösung aus der Partnerschaft unterstützen. Wenn jedoch eine Trennung von der Paarebene zur Elternebene notwendig ist, sind viele ratlos und die Rituale von früher lassen sich nicht 1:1 übersetzen. 

Dabei sind auch jetzt Rituale eine große Hilfe. Denn nur wenn die emotionalen Verletzungen von der Frau und dem Mann ausreichend gewürdigt worden sind, ist eine Begegnung auf Elternebene möglich. 

Fallbespiel aus meiner Beratung

Vor kurzem war Luisa in meiner Beratung. Sie ist alleinerziehend und war dauerhaft sehr erschöpft. In unserem ersten Gespräch identifizierten wir als emotionale Belastung den Stress mit dem Ex als einen entscheidenden Faktor. 

Wir einigten uns darauf die Gefühle zu notieren und zu reflektieren. Als Hilfe nutzen wir einen allgemeinen Fragenkatalog der in vielen Beratungsstellen und Therapien zum Einsatz kommt. 

Luisa ist damit einverstanden, dir ihre Antworten öffentlich zu zeigen und am Ende des Artikels ein Fazit zu ziehen. 

Natürlich möchte ich Dich auch motivieren, diese Fragen schriftlich zu beantworten. Einfach kostenlos diese 26 Fragen als PDF herunterladen und in deinem Tempo mit deinem Ex-Partner besser abschließen. 

26 Fragen herunterladen

Luisas Antworten 

1. Welche Stärken habe ich mit in unsere Beziehung gebracht?

Nach außen wirke ich selbstbewusst. Ich habe immer mein Ding gemacht und das war es, was auch sicherlich anziehend war. Du hast dich gern von mir bekochen lassen. Ich habe auch sehr gern für dich gekocht. Dabei wollte ich dir zeigen, dass ich die Richtige bin. Die Richtige um eine Familie zu gründen. 

2. Welche Schwächen habe ich mit in unsere Beziehung gebracht?

Meine Schwäche war es in manchen Lebensbereichen unsortiert zu sein. Trotz meiner Stärke nach außen, habe ich immer mehr Verantwortung abgegeben. Ich wollte umsorgt werden und eifersüchtig war ich manchmal auch. Daran konntest du meine eigene Unsicherheit erkennen

3. Welche Stärken und Schwächen hast du mit in unsere Beziehung gebracht?

Ich habe deine Ruhe und Struktur im Alltag bewundert. Das ganze Gegenteil von mir. Du warst oft so vernünftig und hattest verdammt auch noch mal recht. Heute denke ich so manches Mal: Recht hatte er....Mist! Oft ich hatte wie ein kleines trotzige Kind den Drang das Gegenteil zu tun. Deine Schwäche ist auch deine Stärke. Du bist zu rational und strukturiert.

4. Was ich dir geben konnte, war...

meine Lebendigkeit, Kreativität, Offenheit und stürmische Liebe.

5. Was ich dir nicht geben konnte...

Ruhe, Struktur, Übernahme an Verantwortung und Sicherheit. 

6. Welche Seite in mir habe ich durch unser Zusammensein das erste Mal erleben dürfen? 

Du hast mir gezeigt, was es bedeutet echte Freunde zu haben. Dadurch wurde auch ich mutiger und konnte auf Menschen zugehen. 

7. Was ich von dir bekommen habe...

Na ja, wir haben ein Kind bekommen. Es war ein Wunschkind.

8. Was ich von dir nicht bekommen habe und mir aber gewünscht hätte....

mit dir zusammen eine Familie zu sein. Ich hätte mir gewünscht, dass du dich nicht zurückziehst und immer mehr dein Ding machst. Wir waren auch noch da. Und dann war plötzlich die andere Frau da. Ich hätte mir von dir einen sanften und freundlichen “Ende" gewünscht. Einfach Sachen packen und ausziehen. Das war ein großer Schock für mich. 

9. Wobei haben wir uns gegenseitig geholfen? 

Das klingt jetzt zynisch. Doch wir haben uns gegenseitig in eine große Krise katapultiert. Darauf hätte ich sehr gut verzichten können. 

10. Was habe ich in der Beziehung mit dir am meisten vernachlässigt? Welche Seite in mir ist verwelkt?

Ich habe nicht mehr für mich eingestanden. Ich wollte uns drei am Leben erhalten und habe es geduldet, wenn du wieder mal zu spät nach Hause gekommen bist. Nach und nach wurde ich zu einem kleinen, angepassten Mäuschen. Das bin ich aber gar nicht. 

11. Womit hast du mich am meisten verletzt?

Deinen Rückzug, die Aufgabe unserer Familie und deinem Egoismus. Plötzlich hat unser Kind keinen Vater mehr gehabt. Ab und an bist du für eine Stunde da gewesen. Doch mir wurden von unseren Freunden Bilder zugespielt. Du auf dem Golfplatz. Du bei einer Party. Du mit dieser Frau. Als ich dann von dir hörte, dass ihr "3" in den Urlaub nach Frankreich fahren wolltet, ist bei mir eine Sicherung durchgebrannt. Das war der Tiefpunkt. 

12. Womit habe ich dich am meisten verletzt...

Ach, ich war schrecklich. Hass ist gar kein Ausdruck. Ich habe dich mit den übelsten SMS bombardiert, war beim Anwalt, in der Hoffnung diesen Urlaub zu verhindern, habe diese Frau vor unserem Kind nieder gemacht. :( 

Ich habe dich angeschrien, dich am Arm gezogen, dich geschüttelt....in der Hoffnung wieder aufzuwachen. Und dazwischen unser Kind. Ich schäme mich so sehr und wünschte, ich könnte die Uhr zurückdrehen. Ich war für dich nur noch die Furie und habe dich durch mein Verhalten nur darin bestärkt noch mehr zu fliehen. Plötzlich wirklich alleinerziehend. Weißt du, wie hart der Alltag ist? Sicher nicht, denn du hast ja genug Zeit um dich zu erholen. 

13. Was haben wir unserer Beziehung verpasst?

Vielleicht erinnerst du dich noch. Ich war im achten Monat schwanger. Da habe ich dir schon einmal einen Brief geschrieben. Darin wünschte ich mir, dass wir trotz Kind ab und an Zeit zu Zweit haben. Du hast abgewunken und meintest, unsere Zeit würde in ein paar Jahren wieder kommen. Oh Mann. Wir hätten mehr miteinander reden müssen. 

14. Was war mein größter Fehler in unserer Beziehung?

Verantwortung  abzugeben und auf dich und deine Entscheidungen zu warten. Außerdem hatte ich immer ein Problem mit dem Vertrauen in dich und aber auch in mich. 

15. Was war dein größter Fehler in unserer Beziehung?

Dich auf die Vaterrolle einzulassen. Du liebst N. über alles. Das weiß ich irgendwie. Doch zeigen konntest du es damals nicht wirklich. Oft hatte ich das Gefühl, du kannst nur wenige Facetten an mir lieben. Du hast aufgehört mich anzuschauen und mit mir zu sprechen. Leider. 

16. Welches Verhalten nehme ich dir doch immer übel?

Deine anfängliche Unzuverlässigkeit gegenüber unserem Kind. Wir warten und wer kommt nicht, weil irgendetwas anderes wichtiger war? 

Du! 

Du hast keine Ahnung wie viele Tränen ich getröstet habe. Unser Kind kann nichts dafür und du verkrümelst dich. Irgendwann hatte ich so die Nase voll, dass ich immer weniger gefragt habe. Was für ein beschissener Kreislauf. Und dann soll man auch noch laut Ratgeber immer noch gut über den anderen Elternteil lesen. Die Tage hörte ich, man soll das Kind bis zum 8. Lebensjahr bewusst anlügen, um es nicht zu verunsichern. Die Wahrheit, wie Mama oder Papa wirklich ist, würden sie so oder so später raus finden. Zum Glück wurde es mit der Zeit ja viel besser. 

17. Womit habe ich mich versöhnt?

Ich gebe dir nicht mehr ausschließlich die Schuld am Scheitern unserer Familie. Rückblickend erkenne ich auch viele Fehler bei mir. Die Schuldfrage stelle ich mir nicht mehr. Sie hindert mich am weiterleben und macht außer einem schlechten Gewissen nichts Gutes. Dadurch werden wir keine besseren Eltern. Wir können es aber jetzt besser machen!

18. Wofür ich dich am meisten geliebt habe? 

Deine Weltoffenheit, deine Klarheit, dein Lächeln in deinen Augen, deine Intelligenz, deine breiten Schultern, wenn du mit unserem Kind herumgealbert hast. 

19. Ich habe mich von dir am meisten geliebt gefühlt, wenn...

ich getanzt habe. 

20. Wofür ich dir danken möchte...

Für unser Kind. Für unsere Liebe, die einmal da war und seine Berechtigung hatte. Für deine Klarheit. Auch wenn wir nie darüber sprechen, beeinflusst du doch indirekt ab und an meine Entscheidungen. Z.B. Kaufen oder Nicht-Kaufen.

21. Wovon ich mich durch das Ende unser Beziehung jetzt endgültig verabschiede...

Ich weiß jetzt, dass es nicht das Ende meines Lebens ist. Ich weiß, dass Familie sehr vielfältig sein kann und nicht nur Mutter-Vater-Kind unter einem Dach bedeutet. Die Medien stellen Trennungen oft als Horror dar. Das muss nicht immer so sein. Wir machen das als Eltern mittlerweile schon ganz gut. Darauf bin ich auch stolz!

22. Wovon verabschiede ich mir gern und lasse es zurück? 

Unseren Streit, das Schweigen, das Ignorieren, unsere Anwälte, die glaubten uns besser zu kennen. 

23. Wovon verabschiede ich mich nicht so leicht?

Wir drei zusammen mit dem Rucksack durch Südafrika. Als unser Kind geboren wurde, sagtest du: „Später gehen wir zusammen mit unserem Kind los.“ Ja, wir feiern jetzt schon wieder den Geburtstag zusammen...doch nach Afrika geht es nicht mehr. 

24.  Das Gute in unserer Zeit als Paar. Was behalte ich mir davon?

Die Weltoffenheit und den Mut, Menschen in mein Leben zu lassen. 

25. Was lebt in unserem Kind weiter? 

Unsere Liebe. Mehr Beweise gibt es nicht. 

26. Was würde ich dir als Andenken zum Abschied gerne schenken?

Ich wünsche mir nur einen Abschied aus unser Paarbeziehung. Puh...schreibe ich das gerade wirklich? Ja, aber so ist es. Als Mutter und Vater möchte ich mit dir in ein paar Jahren auf der Abschlussfeier unseres Kindes anstoßen. Falls unser Kind dann wirklich mal auf die Idee kommt zu heiraten, wünsche ich mir eine Runde mit dir zu tanzen. Nun habe ich doch Tränen in den Augen. Das Andenken sind alle TV-Staffeln "Lost". ;)

Luisa

Luisa war sich lange unsicher, ob sie ihrem Ex-Partner diesen Brief zukommen lässt oder nicht. In unserem letzten Gespräch berichtete sie mir schließlich, den Brief kopiert zu haben. Das Original habe sie in viele kleine Stücke gerissen und auf einer Brücke in den Fluß geworfen. 

„Es waren nicht nur Zettel die in dem Fluß davon schwammen. Am Ende hatte ich auch eine Packung Taschentücher verbraucht. Mir geht es deutlich besser. Lange habe ich mich vor diesem Schritt gedrückt. Doch nun kann ich besser durchatmen. Danke!"

Vielen Dank! Du hast bis hier gelesen. Das machen nicht viele und zeigt, dass es eine wichtiges Thema ist. Beantworte die 26 Fragen und lass mich gerne wissen, wie es dir damit ergangen ist. 

Alles Gute 

Alexandra Widmer

Bildquelle: Unplash

55 Kommentare

  • Also ich habe mich bei diesen Fragen auch selbst wieder gefunden...ich war 17 Jahre mit meinen exmann zusammen und 6 davon verheiratet... Unser Sohn war damals 5 Jahre alt als er uns verlassen hat wegen einer anderen die auch ein Kind mit ihm hatte.... Das erste ehejahr war Schön aber dann fing es an mit Lügen nie zuhause sein immer später heim... Übernachten weg! Und da alles wegen der neuen.. Wie sich dann herausstellte war er schon lange mit ihr zusammen und führte ein Doppelleben.... Mit ihr und mit mir! Sind jetzt schon seit 4 Jahren getrennt aber geschieden seit vorigen Jahr aber ich und mein Sohn vergraften das manchmal immer noch nicht.... Also ehrlich gesagt bin ich darüber noch nicht hinweg! Ich weiß das klingt blöd von mir aber er betrögt seine neue ja auch mit mir! Und er hat ja von Anfang an sie ja auch belogen.... Sie glaubt mir kein Wort.... Naja vielleicht schaffe ich es mal abzuschließen die Frage ist nur Wann
  • Mir scheint,es sind immer die Männer ..... die so viel Leid hinterlassen.
    Was haben die Mütter und wir alle in deren Erziehung bloß falsch gemacht?
    Warum vergessen Männer für Sex alles .... und verbreiten so viel Leid? Immer neue Nachrichten über Gewalt an Frauen und Kindern .....verursacht durch Männer! Auch hier lese ich sehr viel Leid, hauptsächlich verursacht von Männern, die lediglich keinen Bock auf Ihre selbstgewählte Verantwortung mehr hatten! Die Gesellschaft macht es Ihnen aber durch die von Männern geschaffenen Gesetze auch einfach alles stehen und liegen.
    Was können wir Mütter und Frauen ändern, damit dieses gesellschaftliche Trauma endlich aufhört?
    Und dann diese Frauen, die sich mit diesen Männern umgeben ..... und für geheuchelte Liebe, etwas Zärtlichkeit oder eben nur Geld alles verkaufen und sich selbst und auch die anderen Frauen verraten?
    Kein Wunder warum auch meine Familie hier nicht überleben konnte ....
    ... und was soll ich meiner Tochter für Werte jetzt auf den den Weg geben?
    Männer lügen und verraten... Frauen auch .... und ohne Geld ist Frau auch hier absolut wert!
    Ich fühle mich ohnmächtig und hilflos.
  • Vielen Dank an alle, die hier ihre Gefühle gepostet haben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es so wichtig ist, die Verletzungen des jeweils anderen zu würdigen.
    Ich bin jetzt seit 4 Jahren getrennt, nach 22 Jahren Beziehung und zwei tollen Kindern, weil sie sich in einen anderen verliebt hat. Nach fast einem Jahr hatte ich dann Affären. Im Nachhinein würde ich sagen. Ich musste mich einfach mal wieder als Mann fühlen. Ich Nebenbeziehung hatte mein männliches Selbstwertgefühl so sehr erschüttert, dass mir diese Affären gut getan haben. Aber das war tatsächlich das Ende. Sie hat das sehr getroffen und offensichtlich habe ich sie damit ebenso verletzt, wie sie mich.
    Die Beziehung ist bis heute sehr durchwachsen und obwohl wir uns bemühen als Eltern zu funktionieren, sind da immer noch die alten Verletzungen und darunter leidet auch, dass wir als Eltern zusammenarbeiten können.
    Mittlerweile ist mir sehr bewusst, woran unsere Beziehung scheiterte. Wir sind sehr jung zusammengekommen und haben eine sehr symbiontische Beziehung aufgebaut. Es musste wahrscheinlich mit einer solchen Explosion auseinandergehen.
    Was mich so sehr an der Beantwortung der Fragen berührt hat, ist die Würdigung der vergangenen Liebe, auch wenn sie vorbei ist. Das darum trauern. Das ist, so glaube ich, absolut notwendig, damit überhaupt wieder Begegnungen ohne Bitterkeit entstehen können.
  • Vor 5 Monaten hat mich mein Mann nach 9 Jahren Ehe verlassen. Er liebt mich nicht und ich bin an dem Schild. Ich war zu kühl zu ihm.
    Heute hat er geschrieben dass er eine Frau hat. Er hat unsere Tochter ihr vorgestellt.

    Es hat mich sehr getroffen. Ich kann mit dem was ich fühle nicht umgehen.
  • Hallo Alexander und alle mitlesende.
    Vielen Dank für diesen Beitrag. Als ich die Fragen mir durchgelesen hatte musste ich heftig schlucken. Es hat mich zum Teil schockiert da ich Parallelen entdeckte und andererseits auch Erleichterung gefühlt, da es nicht nur mir so geht. Mein Mann und ich sind gut 10 Jahre zusammen gewesen und davon 5 Jahre verheiratet in der Zeit zwei gemeinsame Kinder bekommen. Die Zeit war ein auf und ab. Es gab kaum noch schöne Zeiten da wir beide nur noch funktionierten. Und ja wir beide sind gleichermaßen schuld. Ich habe ihn mit meiner enormen liebe und Verlustangst erstickt und er ist ein Typ Mensch der eher mehr für sich denkt und wenig Gefühle zeigen konnte. Nun seid 1 1/2 Wochen sind wir getrennt. Seid vorgestern habe ich endlich eine Entscheidung seinerseits erhalten dass es vorbei ist und er es für beide Seiten als das richtige ansieht. Einerseits bin ich erleichtert endlich nicht mehr in der Luft zu hängen andererseits bin ich verwirrt. Wir haben nach der offiziellen Trennung vor zwei Tagen,gestern den kompletten Tag zusammen verbracht. Ab und an gab es Momente wo er sicherlich aus Gewohnheit zu mir Schatz sagte seine Hand auf mein Bein legte. Auch blieb er über Nacht und fühlte sich wohl und ruhte sich aus. Wir waren zärtlich zu einander und morgen sehen wir uns wieder da Ostern ist und es sicherlich schön ist für unsere Kinder. Ich bin so verwirrt und weiß nicht was ich so recht darüber denken sollte. Ich möchte sicherlich nach vorn schauen egal was die Zeit mit sich bringen wird. Aber andererseits habe ich Angst mich selbst zu schaden wenn ich hoffe das es eventuell in Zukunft doch noch etwas werden könnte mit meinem Mann. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er gern Zeit mit mir verbringt ( nur mit mir ohne unsere beiden Kinder) dann kommen wir uns irgendwie näher. Ich weiß nicht weiter. Vllt gibt es hier ein Rat für mich. Ich danke allen für das lesen und evtl. Antworten. VG
  • Liebe Suri,
    ich erkenne mich zu 100 % in Deinen Worten wieder. Auch ich bin sicher so wie Du, mein Mann eher schweigsam. Immer wieder kocht es dann in ihm hoch und er wirft mir vor, dass er nie frei entscheiden konnte.
    Er wollte nun vor einer Woche zu sich selbst finden. Ich habe allerdings eine große Verlustangst und auch möchte ich nicht in einem Schwebezustand sein und mit der Zukunft so ungewiss.
    Wir waren nun 11 Jahre ein Paar. Wir haben zwei ganz wunderbare Kinder und gerade ein Haus gekauft. Unseren Traum erfüllt, der nun augenscheinlich allein meiner war. Ich fühle mich unendlich verletzt und sehe mich in keiner Weise so, wie er mich beschreibt. Ich fühle, dass alle diese Wut, die er in sich aufgestaut hat mich so sehr verletzt, dass ich keine Hoffnung habe, dass es wieder gut wird.

    Allerdings habe ich auch wahnsinnige Angst, dass er in den kommenden Tagen auch von sich aus die Beziehung beendet. Ich hoffe und bete jeden Tag, dass alles ungeschehen ist. Ich bin so unendlich traurig. Ich vermisse ihn wahnsinnig und möchte einfach in seine Arme fallen.
  • Hallo zusammen

    Ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen und habe mir mal alle Kommentare durchgelesen ebenfalls auf die Fresse anderen Antworten und mir sind auch die Tränen übers Gesicht gelaufen.
    Meine Trennung von meinem noch Ehemann liegt etwa ein Jahr zurück.
    Wir haben eine fünfjährige Tochter das auch ein Wunschkennzeichen.
    Unsere Beziehung war wie ein Traum 5 Jahre lang als ob nichts aber rein gar nichts uns zerstören kann und dann plötzlich habe ich erfahren dass er neben mir noch eine andere hat weil er sich von mir trennen wollte er hatte aber nicht den Mut es mir zu sagen ich habe es zufällig entdeckt.
    Es war wie eine Ohrfeige eine ganze Welt ist für mich zusammengebrochen und das allerschlimmste ist eigentlich dass er nachdem ich ihn rausgeworfen habe und er ausgezogen ist ich ein Jahr gekämpft habe um die Familie trotz allem und erinnern meinte ich kann nicht es tut mir leid ich kann nicht zurück ich kann mir das selber nicht verzeihen was ich dir angetan habe.
    Eine Woche nachdem wir versucht haben vielleicht doch noch einen Weg zu finden hat es sich eine neue Freundin geholt.
    Das allerschlimmste ist dass er mit der Situation überhaupt nicht klar kommt und eifersüchtig ist aggressiv wurde und mich auch schon mehrmals verletzt hat und das sogar vor unserem Kind.
    Es wäre zuviel das jetzt zu schreiben aber es ist wirklich ein Psychoterror und mittlerweile schon soweit dass ich nicht weiß ob das alles nur ein Spiel von ihm ist weil er mich zerstören möchte oder ob er wirklich gefühlstechnisch so durcheinander ist wie ich und verletzt und enttäuscht ist dass er sich deshalb so verhält.
    Ich kann ihm nicht verzeihen dass er die Familie einfach im Stich gelassen hat dass er nicht gekämpft hat nicht eine Minute aber behauptet dass er nicht mehr geliebt hat als alles andere auf der Welt irgendwie ist das ein Widerspruch in sich.
    Unsere kleine Tochter wird jetzt förmlich hin und hergerissen das heißt 3 Tage in der Woche ist sie bei ihm immer im Wechsel und die restliche Zeit bei mir dadurch haben wir ständig Kontakt was eigentlich gar nicht funktioniert.
    Es ist wirklich das Schwierigste im Leben so vor den Kopf gestoßen worden zu sein und den Boden unter den Füßen verloren zu haben ohne Vorwarnung und dann noch mit diesen Gefühlschaos und den Aggressionen vom Ex Partner und den Psychospielchen noch eine normale Eltern Beziehung aufbauen zu können.
    Es ist verdammt schwer einfach funktionieren zu müssen und Gefühle abstellen zu müssen dass ist fast unmöglich!
    Ich muss jeden Tag eine Maske für meine Tochter aufsetzen und so tun als ob ich mit ihrem Papa gut auskomme, des Weiteren arbeiten wir beide für die gleiche Firma und seine neue Freundin arbeitet ebenfalls dort und ich muss sie jeden Tag sehen es bringt mich fast um und ich habe keine Ahnung wie ich das verarbeiten soll? Wie soll man in so einer Situation abschließen können? Wie in dem Bericht schon erwähnt habe ich auch mehrere SMS und WhatsApp-Nachrichten geschrieben ihm regelrecht bombardiert er mit Beleidigungen ich mit Beleidigungen und so weiter also wirklich ein richtiger Rosenkrieg wir standen schon beim Jugendamt Polizei war schon da es ist wirklich der Horror.
    Und wir hatten nie ein klärendes Gespräch weil er einfach den Mut nicht hat mit mir darüber richtig zu sprechen es ist eher mehr im Streit wo dann immer wieder mal ein paar Dinge rausrutschen.
    Es ist aufjedenfall erschreckend zu sehen wie viele Menschen das durchmachen was ich gerade durchmache und wie viele Kinder darunter leiden einfach nur weil man nicht den Mut hat zu reden.

    LG
    Sandra
  • Vielen Dank für diese Fragen. Ich habe sie heute entdeckt und musste beim lesen viel weinen, da einiges übereinstimmt mit meiner Situation. Seit 4 Monaten sind wir getrennt. Ich gehe schon etwas aufrichtiger durch den Tag, aber es gibt dennoch auch Rückschläge. Gerade, dass man durch eine neue Frau „ersetzt“ wurde und das quasi über Nacht, ist sehr schlimm. Wir waren 15 Jahre zusammen, kennen uns 19 Jahre. Über mein halbes Leben. Unser Sohn (11Jahre) ist sehr stark - stärker als ich und das von Anfang an.
    Ich schreibe viel in den letzten Monaten, aber durch diese Fragen schwirren mir die Gedanken nicht mehr wirr durch den Kopf, sondern ich kann sicherlich alles besser in Worte fassen, wenn ich dies Fragen nach und nach für mich beantworte. Ich hoffe sehr, dass mich diese Ehrlichkeit mir selbst gegenüber wieder etwas voran bringt. Danke und liebe Grüße
  • Sehr emotionale fragen und antworten, ich werde in einem ruhigen Moment auch mal beantworten.. ich habe mich vor 7 Monaten nach 11jahren Beziehung von meinem Mann getrennt , schweren Herzens weil sich einfach nichts geändert hat und ich das Gefühl hatte ich wäre die einzige die Ernsthaftigkeit bemerkt. Wir haben 2 gemeinsame Söhne sind seit meinem 16 Lebensjahr zusammen .. es ist schwer ich weine jeden Tag und es fühlt sich an als hätte ich keine Möglichkeit mehr glücklich zu werden... die ersten 2 Monate waren Machtkampf und Horror wir beide sind neue Beziehungen eingegangen .. haben aber beide uns vor 4 1/2 Monaten entschieden es noch mal zu versuchen auch wenn wir bereits getrennte Wohnungen haben wollten wir uns annähern und eine Eheberatung machen.. aber es sollte anders kommen er hatte direkt wieder versucht mich zu beherschen hat mir verbote gesetzt mich beschuldigt jemand anderen zuhaben .. hat quasi an allem rumgemeckert. Selbst wenn ich morgens auf die Nachricht vom Abend geantwortet habe und kein guten morgen drin vor kam hat er mich als unhöflich bezeichnet... und dann hat er sich verändert ich merkte es und sprach ihn immer wieder drauf an das ich denke er habe wieder jemand anderen. Daraufhin beschimpfte er mich immer wieder ich mach alles kaputt er wäre nicht so blöd und würde das alles aufs Spiel setzen und und und. Und dann hab ich es rausgefunden ... seine Arbeitskollegin seit 5 Wochen hatten sie sich getroffen (mittlerweile sind sie fast 3 Monate zusammen) sie waren zu dem Zeitpunkt auch schon ein paar , er stellte mich als Stalkerin hin damit er sie nicht verliert 2 Tage später kam er wieder auf mich zu und bat mich das Spielchen mitzuspielen und wir arbeiten neben bei an uns .. ich hab gebrüllt, geweint geschimpft und es schließlich doch versucht aber es hat mich fertig gemacht und gestern sagte er er will mit mir abschließen weil ich vorhabe auf ein Konzert zu gehen und man mir ja nicht vertrauen kann... er hat mit die letzten 3 Monate so weh getan und sieht nicht was sein Verhalten anrichtet .. ich bin ihm zu unsicher was soll das heißen er hat sich doch in die Arme einer anderen geflüchtet
  • Hallo, ich finde die Kommentare alle total Wahnsinn. Super wie offen und ehrlich hier einige schreiben. Ich hatte gestern schon angefangen einen sehr langen Kommentar über meinen derzeitigen Zustand in Trennung zu schreiben, leider ist der irgendwie nicht hier zu lesen. Da ich gestern etwas gelesen habe, dass Sie Frau Widmen aufhören wollen denke ich, dass es damit zusammen hängt. Ich wünsche auf alle Fälle allen hier viel Mut und Kraft den richtigen Weg zu finden. Lg elli
  • Liebe Frau Dr. Widmer,
    Ich finde die 26 Fragen sowie die Resonanzen darauf, die Ehrlichkeit und das Vertrauen all dieser Menschen, ihre Geschichten zu erzählen, wahnsinnig beeindruckend.
    Ich selbst lebe seit nunmehr fast 10 Jahren mit dem Vater meines Kindes zusammen. Was uns anfangs verbunden hat war perfekt. Ehrlichkeit war mir bzw uns das wichtigste für eine Beziehung. Ich bin ein Mensch mit sehr viel Gefühl und großem Herzen auch für Menschen die nicht perfekt sind und den einen oder anderen Fehler haben. Jeder Mensch mit liebe im Herzen hat ein schönes Leben verdient. Mein Freund hatte von Anfang an Probleme im Umgang mit Geld sowie seinem Selbstbewußtsein. Trotz seiner Probleme hat er es geschafft mich am Anfang unserer Beziehung aus einem tiefen schwarzen emotionalen Loch heraus zu holen und mein damaliges zerbrochenes Selbstvertrauen mit viel Liebe und Verständnis wieder auf zu bauen. Ich arbeitete damals unter einen narzisstischen und cholerischen Chef, der es geschafft hatte mein Selbstvertrauen, meine Stärke und meinen Mut zu zerstören, so dass ich mich gefangen in einem Hamsterrad fast selbst zerstörte. Dafür war und bin ich dem Vater meines Kindes sehr sehr dankbar...noch bis heute.
    Weiter, hat er mir das geschenkt, was meine Frauenärztin nicht für möglich gehalten hat - unseren gemeinsamen Sohn, auf den ich über 8 Jahre hab warten müssen. Ich bekam also mit 32 Jahren das heiß ersehnte Kind nach einer durch den Chef verursachten Horror-Schwangerschaft mit Drohungen bei mir, gegenüber der Frauenärztin, gegenüber der Mutterschutzbehörde, offene Gehaltszahlungen usw. Ich saß also mehr bei Anwälten, Ärzten, Beratungsstellen um anschließend mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus zu landen. Da die Geburt auch sehr fix ging und ich durch den Stress die Schwangerschaft kaum erleben durfte, war das Kind wie fremd für mich. Das alles hat damals mein Freund mit mir durch gestanden um anschließend mit einem Schreibaby bis knapp 2 Jahre weiter zu kämpfen. Die Zeit war hart und gab unserer Beziehung einen Riß durch ständige gegenseitige Vorhaltungen, anhaltender Müdigkeit usw. Nach dem uns mitgeteilt wurde, dass unser Kind hochsensibel ist (dieses Thema ist geteilter Meinung ob es das wirklich gibt) lernten wir damit durch psychologische Hilfe umzugehen. Die Beziehung stabilisierte sich dadurch und durch meine neue Arbeitsstelle.
    Die Probleme meines damaligen Freundes gerieten wieder in den Vordergrund. Geldsorgen waren an der Tagesordnung. Blauäugigkeit machten das ganze noch schlimmer. Hinzu kam die Unehrlichkeit, dass nicht über die Probleme reden - er sei schließlich der Mann im Haus und müsse die Familie ernähren. Beratungsstellen, Gespräche sowie Briefe von mir gaben nur zeitweise Besserung. Hinzu kam der Alkohol...Damit verbunden kleinere Straftaten (keine Gewalt oder so etwas - das nie) sowie Alkohol am Steuer, fahren ohne Führerschein usw. Das alles habe ich versucht mit ihm auf zu arbeiten, dass er sich Hilfe sucht - für seinen Sohn, denn diesen liebt er über alles. Er ist, von seinen Fehlern abgesehen, für unseren Sohn der liebevollste Papa den ich mir vorstellen könnte.
    Aber die Lügen, die leeren Versprechungen und das ständige zerstören des Vertrauens zwischen ihm und mir haben unsere Beziehung kaputt gemacht. Er hat uns mit seinen Schulden an den Rand der Verzweiflung gebracht. Zum Schluss hat er sich sogar heimlich an meinem Konto vergriffen und bis zum Dispo abgeräumt. Aber ich sage bis heute, dass er kein böser Mensch ist - nur ein Mensch der es nicht schafft aus dem Strudel der Schulden durch falschen Stolz, fehlendem Selbstwertgefühl sowie Realismus heraus zu kommen. Ich habe mit ihm nun fast 10 Jahre gekämpft und muss mich jetzt geschlagen geben. Das Vertrauen zu dem eins geliebten Partner ist gänzlich zerstört. Trotz allem was er in den letzten Jahren alles angestellt hat, hasse ich ihn nicht. Irgendwo ist auch noch Liebe, die aber ohne Vertrauen kein Chance mehr zu wachsen hat. Zum Schutz für unser Kind, was uns auch heute noch viel Energie kostet nicht nur wegen seiner hochsensiblen Art und den dazugehörigen Eigenschaften, auch wegen weiteren gesundheitlichen Einschränkungen (er steht jetzt mit seinem 7 Jahren der dritten Operation bevor), stehe ich jetzt vor dem Scherben meiner Beziehung / Familie. Ich habe vor zwei Monaten die Beziehung beendet. Wie und wann wir es unserem Kind erzählen weiß ich einfach nicht. Eine Beraterin meinte wir sollen warten, bis wir auseinander gezogen sind. Das ausziehen geht leider nicht so schnell aus mehreren Gründen (Schulden, Haustier, Vater sehr viel auf Montage - ich allein durch Arbeit Kind und Haushalt kaum Zeit).
    Nun liege ich fast jede Nacht weinend im Bett und überlege wie ich es unserem sensiblen Sohn wohl am besten beibringen kann ohne dass er sich wieder selbst verletzt oder komische Dinge macht weil er mit sich und seiner Umwelt nicht zurecht kommt.
    Ich lese fast jeden Abend Broschüren, Bücher Foren - Einträge und wünschte es stehe irgendwo geschrieben. Aber ich weiß, dass ich die "richtige Lösung" nicht finden werde. Ich Zölle den alleinerziehenden Mamas und Papas meinen vollsten Respekt, die es geschafft haben und die Kinder trotzdem glücklich sind.
    Heute ist Montag und in ein paar Stunden ist der Papa wieder auf Montage und ich werd die Woche über, die Tränen der Sehnsucht unseres Sohnes nach dem Papa trocknen...Und weiter überlegen welchen Weg ich wie in die Zukunft nehme und woher ich den Mut dazu bekomme.

    In diesem Sinne, danke für solche Seiten. Danke für Menschen die sich die Zeit und die Mühe hierfür machen. Lg
  • Dieser Kommentar erinnert mich etwas an mein Leben. Sehr jung geheiratet, Wunschkind bekommen, wir waren gemeinsam für unser Kind da. Schwierige Zeiten haben wir für und mit unserem Kind gemeistert, dann veränderte er sich. Er hatte eine Freundin. Leugnete natürlich alles, dann sagte er einmal,was habe ich von meinem Leben, immer mit unserem.Kind ins.Spital.fahren müssen. Unser Sohn erblindete sehr früh an einem Auge, am anderen ein Sehvermögen unter 10%. Für mich brach alles zusammen. Scheidung, Alleinerzieherin, irgenwann wieder Kontakt zu Ex,damit mein Sohn seinen Vater nicht verliert. Ich habe alles hingenommen, aber als mich mein Ex wieder nur beherrschen wollte,sagte ich nein. Dann sah ich ihn nie wieder. Ich habe erneut geheiratet,mein Mann kümmerte sich um meinem Sohn, als ob es sein eigener wäre. Ich habe alles gemacht, stand hinter meinem Sohn, nur damit er eine normale Schulausbildung hatte und keine Sehbehinternschule besuchen mußte. Er schaffte es, hat Universitätsabschluß und einen tollen Job. Mein Sohn hatte immer Kontakt mit seinem Vater, was ich gut fand. Nur leider veränderte sich mein Sohn immer mehr, begann mich zu unterdrücken, ich gab immer nach, wie auch in der Ehe mit Ex. Die Forderungen wurden bald nicht mehr akzeptabel.für mich, ich konnte nicht mehr nachgeben, es würde mein zukünftiges Leben schaden. Mit meinem nein rastete mein Sohn einmal aus,beschimpfte mich aufs Ärgste, seine Worte, du wirst ohnen deinem Sohn sterben, habe ich noch im Ohr. Leider hatte mein Ex wahrscheinlich all die Zeit unseren 35jährigen Sohn gegen mich gehetzt. Mein Sohn hat mich entsorgt,seit über 1,5 Jahren kein Kontakt, trotz all meinen Briefen, in denen ich versuchte, meinem Sohn "die andere,meine Seite zu erklären"
  • Liebe Alexandra, vielen Dank für die Möglichkeit der Selbstreflextion durch die Beantwortung der Fragen. Meine Frau hat Uns vor 6 Monaten verlassen um mit einem neuen Partner zusammen zu leben. Als Ehemann und Vater ist für mich buchstäblich die Welt zusammen gebrochen. Nach 30 Jahren harmonischer Beziehung, verschiedenen gemeinsam durchstandenen Lebens-Situationen und bis kurz vor Schluss noch vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen hat mir das plötzliche Bekenntnis meiner Frau den Boden unter den Füssen weggezogen. Unsere 19 jährige Tochter hat Anfangs den Kontakt zu ihrer Mutter gescheut, seit kurzem unternehmen Sie wieder gemeinsame Dinge und haben Spaß. Meine Tochter und ich funktionieren als Team aber da ich natürlich nicht den gleichen Draht zu ihr aufbauen konnte wie ihre Mutter ist es oft alles andere als einfach. Oft bin ich enttäuscht über die Gesamtsituation: keine Chance auf Rettung der gemeinsamen Ehe gehabt zu haben, der Betrug durch den Partner, das nicht immer einfache Zusammenleben mit einer 19 jährigen Tochter, finanzielle Zukunftsängste duch Scheidung etc.
    Welche Basis gibt es bei einer nach so lange andauernden Ehe bei einer Trennung für einen guten Umgang miteinander?
    Seit 4 Monaten haben mein Noch-Frau und ich kein Wort miteinander gewechselt und alles was mich an Sie errinnert schmerzt und macht wütend. Gerne würde ich einen Weg des guten Umgangs finden aber ich glaube nicht, das dies im Moment so ohne Weiteres funktionieren kann. Das Ufer des inneren Friedens scheint so weit weg .
  • Liebe Alexandra,
    vielen Dank für die Möglichkeit sich hier Hilfe zu holen!
    Ich bin Mutter einer 3 jährigen Tochter. Seit 1 1/2 Jahren Alleinerziehende.
    Fast 9 Jahre war ich mit dem Vater meiner Tochter zusammen. Sie war ein Wunschkind.
    Leider ist er sehr freiheitsliebend und nie zu und gezogen. An den Abenden war ich seit der Geburt auch immer mit meiner Tochter allein. Er ging ins Fitnessstudio usw.
    Schlussendlich stellte ich ihm ein Ultimatum. Er zieht zu uns und verbringt mehr Zeit mit mir oder es ist aus...
    Seitdem ist es aus.
    Zuerst probierten wir eine freundschaftliche Beziehung. Aus Liebe für unsere Tochter. Konnte damit nicht umgehen. Er genoss noch mehr seine Freiheit und ich litt aus Einsamkeit.
    Deshalb entschied ich, dass er mit unserer Tochter 2x die Woche alleine was unternimmt.
    Fühlte mich nunnoch mehr einsam wie davor...
    Nun geht er bei und wieder ein und aus. Wir verbringen zu dritt viel Zeit untertags und jeden Abend bin ich wieder alleine auf der Couch während er sich mit Freunden trifft oder ausgeht. (Er ist 47 Jahre !)
    Bin so verzweifelt, aber durch die Fragen sehr ich wieder Licht...
    Muss mich einfach mehr selbst lieben und für eine neue Liebe offen sein.
    Liebe Grüße,
    Tina
  • Vielen Dank an Luisa und Dr. Widmer für die Veröffentlichung


    Dieser Brief hat wunderschön, ehrlich und stark. Ich musste weinen als ich das gelesen habe.
  • Ich habe geweint als ich das gelesen habe. So ehrlich, so viel Energie schwingt mit.

    Danke Luisa & Dr. Widmer für die Veröffentlichung
  • Ich habe moch auch vor gut 4 Wochen von meinem Partner(ni ht Kindsvater getrent) nach 6 Monaten Beziehung, weil er immer weniger interesse meinem Kind gegenüber zeigte. Denoch hasse ich mich dafür und dachte es war falsch diese Entscheidung zu treffen, da mein Kind nach ihn fravt oder fragt ob wir ihn sehen oder ein lachen im Gesicht hat, wenn es ein Bild in Sociial Media von ihm geoistet wird. Das es voelleocht mein Kind nicht so schlimm fand, wie ich und ich mein Kind jetzt verletzt habe eine geliebte Person nahm usw.

    Mein Ex spielte kaum noch mit meinem Kind, Handy und Tv wurden eingeschalten damit mein Kind dies schaut, er stelkte sich stets zwischen uns als kehrte meinem Kind denn Rücken um vor mir zu stehen, achtete kaum noch auf mein Kind, vergaß öfter den Kindersitz richtig festzuschnallen, laute Musik wurde nur nach mein Anfragen leiser gestellt, ich musste ihn zuerst in den Arm nehmen bevor ichbzu mein Kind hätte dürfen obwohl es nach mir rief. Alsein Kind mit ihm spielen eollte bewegte er sich nur sehr trahe und spielte nur mit wiederwillen hörte nach paar Minuten spielen auf und wollte dann nur wieder bei mir seien und mein Kind wurde wieder kaum von ihm beobachtet, fragte mein Kind was, kam von ihm sehr zögernde kurze nichts sagende Antworten zurück. Bei fremden spielte er Big Daddy, bei seiner bemannte die ihn länger nicht .ehr sah und fragte, ob es sein Kind sei kam nur ein sehr erschrockenes "Bein" auf fragen warum so erschrocken, antwirtet er: er wollte nur schnell antworten und wisste nicht wie und was darum das nein welches für mich erschrocken kam. Und noch paar andere Dinge. Trotzdem tut ea mir weh und mir mein Kind leid, weil ich einfach .eine es war falsch die Trennung zu begehen, da mein Kind nach fragt oder ein lachen im Gesicht hat, wenn er ein Bild von sich pistet, welches .ein Kind mal sieht. Gehe daran echt kaputt, an diesen Gedanken mein Kind verletzt zu haben, was entschieden zu haben, wo mein Kind gar nicht schlimm fand.
  • Liebe Alexandra

    Ich habe gestern die Fragen für mich und meine Exgattin beantwortet und habe heute morgen eine Entscheidung getroffen.
    Ich habe sie gebeten sich 5 Minuten Zeit zu nehmen wenn unser Sohn im Bett ist um kurz mit ihr reden zu können.
    Und ich habe mich nach beinahe 10 Jahren bei ihr entschuldigt. Ich habe ihr gesagt wie leid es mir tut sie so verletzt zu haben, den gemeinsamen Lebenstraum zerstört zu haben.
    Ich habe keine Absolution erwartet und sie auch nicht bekommen. Aber ich denke wir sind beide dadurch einen Schritt gegangen unseren Frieden mit dem zu machen was passiert ist.

    Danke für den Mut,die mir die Fragen gegeben haben!
    M
  • Hey Martin,

    ich freue mich sehr, dass du diesen Mut bewiesen hast. Ein erster guter Schritt....alles Gute für Dich und deine Familie
  • Danke Frau Widmer!

    Ich habe für mich die 26 Fragen beantwortet, weil mich meine Trennung vor 2,5 Jahren noch immer sehr beschäftigt. Ich denke jeden Tag an meine Expartnerin und natürlich unser Kind, frage mich was ich hätte anders machen können, frage mich was ich aktuell tun kann, damit sich zumindest unsere Elternbeziehung entspannt.
    Eine Lösung habe ich nicht gefunden, aber diese Art der Selbstreflexion und v.a. Zeit lässt einen wieder positiver in die Zukunft blicken. Dafür bin ich dankbar!

    Ich habe auch zu den Männern gehört, der sich mit einer Frau über die Vorhergehende getröstet hat. Mittlerweile versuche ich erstmal mit den Geistern der Vergangenheit abzuschließen, mir meine eigenen Fehler einzugestehen und zu verzeihen.

    Ich danke Ihnen für die Beiträge und wünsche allen Wochenendpapas, Alleinerziehenden und Patchworkies nur das Beste!
    Einfach kann doch Jeder!

    M
  • Liebe Alexandra,

    ich muss dir meinen Herzlichen Dank aussprechen für deine Arbeit und die vielen positiven Einblicke die du aufzeigst. Allein schon deine Stimme ist so positiv und lässt mich seit 2 Jahren immer wieder gerne hier reinschauen. Ich bin seit einem Jahr getrennt mit zwei Kindern und die Trauer darüber das Er gegangen ist wiegt noch schwer.( vielleicht kannst du mal nur über Verlassene etwas schreiben, auch aus einer Psychologischen Sicht und wie man damit umgehen kann einfach eine Beziehung abzubrechen ) Trotz Jahrelanger Paartherapie hat es einfach nicht geklappt das wir als Paar weiter leben können. Ich bin darüber sehr traurig und hänge noch in der Zwischenphase zwischen Aufbruch und Vergangenheit meiner Ursprungsfamilie. Dein Fragebogen zeigt die Schichten nacheinander auf durch die ich auch gehen muss und ich bin noch nicht sicher ob ich schon wirklich loslassen kann aber es gibt auch ein Leben nach der Trennung . Ich würde mir wünschen das vielleicht zum Thema Übergang in die Patchworkfamilie positive Beiträge dir über den Weg laufen.:) Du hattest schon oft erwähnt das es mit einem Neuen Partner nicht dasselbe.ist..Ich habe in einem Freundeskreis schon Patchworkfamilien die schon so wirken als wären sie eine Ursprungsfamilie...auch mit gemeinsamen Kindern. Denn ich glaube man kann schon wieder zurück an diesen Punkt kommen...zumindest lässt mich diese Frage nicht los....Selbst nach 4 Jahren Kampf um die Familie erlebe ich eine Gefühlsexplosion und deine Seite , wie auch dein Buch helfen den Weg Stück für Stück weiter zugehen. Ich danke Dir ! lg Maria
  • Liebe Maria,
    vielen Dank für deinen Kommentar und die guten Ideen. Ganz sicher gibt es sehr gute Patchworkfamlien. Ich bin fest davon überzeugt, das Liebe sehr viel Bewegen kann und es wieder eine neue Form der Familie gibt. Der Vergleich mit dem was mal war, kann manche jedoch unter Druck setzen und sie sind enttäuscht, wenn das Gefühl doch anders bleibt.
    Es ist alles neu, aber deswegen nicht schlechter. Der Abschied von der Ursprungsfamilie kann auch Jahre dauern. Familie kann sehr vielfältig sein und doch haben die meisten von uns erlebt, dass nur Mutter-Vater-Kind als Familie gilt. Das macht uns auch diesen Abschied so schwer. Lass dir Zeit und zwinge dich niemals "schnell" abschließen zu müssen. Sag JA dazu, dass es gerade so ist, wie es ist.
    Alles Gute und Liebe Alexandra Widmer
  • Ich finde den Artikel toll! Danke für diesen persönlichen Einblick. Und... schämen muss man sich für gar nichts, Gefühle sind Gefühle. Und das "man sollte" "man müsste" etc. kann man sich auch gleich ersparen. Es gibt keine Norm, sondern nur den eigenen persönlichen Weg.
  • Hallo M,
    so ist es! Viele Grüße und alles Gute Alexandra Widmer

  • Wow, was sind das für starke und überaus positiv zum Leben im Jetzt gegebene Antworten von Luisa.
    Meinen Respekt. Ich denke es macht uns allen unglaublich Mut mehr denn je zu reflektieren.
    Auch die voran geschriebenen Kommentare kann ich teilweise völlig nachvollziehen und ja, es ist nicht nur eine Frage der Zeit oder des Wie, sondern auch der jeweiligen Mentalität der Menschen die verlassen und der/die Verlassende sind.
    Ich habe meine 26 Antworten gewagt und dabei viel Enge in der Brust gespürt u Unmengen an Tränen vergossen. Auch ich bin mit dem Enttäuscht sein über die klassische Familienbildung und dem Scheitern der Selben noch lange nicht fertig.
    Ich spüre Angst, wie noch nie zuvor. Aber eher vor dem Verlust meiner beiden Kinder, so schnell groß werden müssen mit schwerem Gepäck.
    Obwohl wir zu dritt seit Jahren ein eingespieltes Team waren u ich immer klagte ich fühle mich wie Alleinerziehend mit Mann der ab und an da ist. Es ist dann doch etwas ganz anderes plötzlich den halben Schrank leer zu sehen. Zu Gunsten einer Anderen mit Accessoires die Mann wohl nach einiger Zeit auch als unnütz empfindet, da nicht essbar😜
    Ja der Traum der heilen Familie ist futsch und ja es ist verdammt hart und ja wir stehen nicht wie zuvor allein für uns in der Verantwortung sondern für das Beste was das Leben uns geben konnte. Ich bin der festen Überzeugung: es hat seinen Sinn (auch für das spätere Erwachsensein der uns Anvertrauten) und wir haben nun die Möglichkeit sowohl aus unserem als auch mitgestaltend für unsere Kinder jeden Augenblick auszukosten. Und sie zu verständigeren und auf Ihr Gefühl hörenden Menschen zu erziehen.
    In meiner Ehe war meist nur Hetze und funktionieren angesagt wenn der Herr des Hauses, oder seine Mutter anwesend war.... ich bin zu mir und meiner Kraft zurück gekommen. Weiß nun was ein Entzug ist ( die ersten Monate waren für mich die Hölle) ohne je irgendwelche Erfahrung mit Drogen gemacht zu haben. Ist dann die Gesündere Art für den Körper 😏
    Der Weg ist wahrscheinlich einer der schwersten den wir im Leben gehen und nur wir können dass. Aber wenn Euch eines Eurer Kinder kurz vor dem Einschlafen sagt: "Mama Danke , dass Du mich geboren hast. Ich finde es wunderschön zu leben"... dann weiß der Selbstbestimmt Erziehende das alles gut ist.
    Danke Alexandra für Deine super tolle Leistung für uns alle!
  • Liebe Carina,
    danke! Danke für deinen sehr berührenden Kommentar. Dein Kind bzw. Kinder können sehr stolz auf dich sein. Danke für deine Ehrlichkeit und das andere mit dir fühlen können. Nur das Beste Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,

    leider habe ich bei der Trennung vor gut 8 Jahren nie so einen Fragebogen bekommen. Ich würde mir wünschen, dass ganz viele Beratungsstelle bei Dir Fortbildungen machen. Ich habe unheimlich lange gebraucht um die 1. und die 2. Trennung zu verarbeiten und ich habe mir da Hilfe in Beratungsstellen und beim Psychologen gesucht und das war gut so. Aber nichts hat auf so übersichtliche und ganzheitliche Art und Weise Licht ins Dunkel gebracht. Leider musste ich auch feststellen, dass viele Berater und Psychologen selbst Schwierigkeiten haben mit Wut umzugehen, wie sollen sie es dann den Klienten beibringen? Danke an Lusisa, die sich bereit erklärt hat, die Antworten zu veröffentlichen, ich kann ihre Wut zu 100 Prozent nachvollziehen und finde es super, dass sie einen Weg gefunden hat mit ihrem Expartner umzugehen.

    Herzliche Grüße, Claire
  • Liebe Claire,

    Fortbildungen wären super. :) Mal schauen was da kommt. Ich freue mich auf morgen. Liebe Grüße
    Alexandra Widmer
  • Das Lesen der vielen Kommentare und die vielen Fragen werden mir hoffentlich aus meiner momentanigen Situation ausbrechen zu können. Auf mich brechen momentan soviele Dinge ein, dass ich meinen roten Faden durch mein Leben echt verloren habe. wir sind mittlerweile fast 6 Jahre auseinander, haben aber nach vielen Gesprächen über Verletzungen, warum es auseinander ging, wieder ganz gut zueinander gefunden und ich konnte ihm alles sagen u wir wollten nach seinem Abitur auf dem 2.Bildungsweg, also jetzt einen Neustart machen. jetzt habt er mir vor 4 Wochen nach bestandenem abi gesagt, dass er eine neue Freundin hat und uns diese Woche auch auf Handy geblockt. unsere knapp 6-jährige Tochter versteht, die Welt nicht mehr. Und ich auch nicht. Ich bin ständig am weinen, seine Großeltern, sagen mir, ich soll die Gefühle in eine Freundschaft umwandeln, er meint ich solle mal richtig leiden, dann wird das schon wieder. Ich komm mir vor wie ne ausgenommene Gans. Ich habe ihm die letzten Jahre immer Erziehungstechnisch und betreuungstechnisch, den Rücken frei gehalten und habe mein Studium hinten angestellt, dass sehr gelitten hat. War im Frühjahr wegenBurn-out in Kur, dann komme ich nach Hause und 5 Wochen später diese Hiobsbotschaft. Ich weine gerade überall aus dem nichts heraus. Ich weiß nicht wie das weitergehen soll, meine Tochter tut mir so leid, weil sie es manchmal leider mitbekommt, wenn ich Auto anfange zu weinen. Jetzt hat er noch meinen Eltern eine Mail geschrieben, dass er sich Sorgen um mich und unser Kind macht, obwohl ich ihm gesagt habe, er soll das Unterlassen.
    Ich weiß gerade wirklich nicht mehr was tun. Am Liebsten würde ich mein Kind packen u vor der Einschulung noch einen Freiwilligendienst in Afrika machen, weiß leider nicht ob das alles noch in 4 WOchen zu realisieren ist.

    Lg u danke fürs Lesen
  • Liebe Katha,
    danke für deine offenen Worte. Ein Hauruck-Aktion würde ich in der emotionalen Phase nicht machen. Ich würde das Weinen ernst nehmen. Umwandeln in eine Freundschaft....klingt nicht realistisch aktuell. Ich finde es in der Situation wichtig, dass du mit einer professionellen Person über deine Trauer und Hilflosigkeit sprechen kannst. Bleibe nicht damit allein, sondern vertraue dich Menschen an. Hier zu schreiben ist ein erster guter Schritt. Gehe weiter. Alles Gute Alexandra Widmer
  • oh
  • Oh ich kenne das alles zu gut, wir sind jetzt knapp 6 Jahre getrennt und der Papa meiner Tochter hat seit 2 Monaten eine neue Freundin, samt Abiturabschluss auf dem zweiten Bildungsweg. Mir ist die Kinnlade runter, als ich das gehört habe und ich weiß seit 4 Wochen nicht wie das Leben meiner Tochter und mir weitergehen soll, vor 4 Monaten wollten wir es nach dem ABi nochmals probieren u dann hatte er auf einmal samt Zeugnis eine neue. Mein Studium läuft zur Zeit auch nur halb gut, mein Kind wird eingeschult in wenigen Wochen u überall wird gerade Abschied genommen, Kindergarten, Kindersport, Musikschule, usw.. Irgendwie habe ich das Gefühl 4 Jahre auf den Herrn gewartet zu haben, dass Kind großgezogen und dann bums, bekam ich die Quittung. Am liebsten würde ich gerade mein Kind packen und 4 Wochen freiwilligen Dienst in Afrika machen, endlich mal was, was ich immer wollte. Aber das liebe Geld als alleinerziehende Studentin. Liebe Frau Widmer, ich hoffe, dass ich mit den 26 Fragen, etwas Ruhe in meinen Kopf bekomme und nicht ständig an ihn denke, warum und wie ich das jetzt gut überleben soll.
    Allen anderen WÜnsche ich gutes Durchhaltevermögen.
  • Liebe Katha,
    bitte schaue die erste Antwort an. Beste Grüße Alexandra Widmer
  • Mir fällt es auch sehr schwer das zu lesen. Jedoch hauptsächlich, weil ich es selbst 1 Jahr nach der Trennung, die mit sehr vielen schwerwiegenden Verletzungen verbunden war, es noch nicht schaffe, die Hoffnung auf die gemeinsame Familie aufzugeben. Ich habe bereits alle Phasen durchgemacht: Trauer, Wut und dann wieder Trauer und letztendlich bin ich wieder bei der Liebe gelandet. Denn ich möchte weiterhin an die große Liebe glauben und an zweite Chancen. Das sagt mein Herz und das Herz kämpft. Mein Verstand sagt, dass ich diesen Gedanken aufgeben muss, um endlich wieder frei und glücklich sein zu können. Ein ewiger Kampf, der zuviel Energie kostet...
  • Liebe Yvonne,
    danke für deinen berührenden Kommentar. Ich kann deinen Wunsch nach einem Jahr noch immer sehr gut verstehen. Ich habe einen Tipp für dich: Sage JA dazu, das du es noch nicht aufgeben kannst. Ja, ich hoffe noch. Erlaube es dir und quäle dich nicht mit dem Gedanken: Ich muss aber schon weiter sein. Sage JA und du wirst dich entspannen. Ich kenne keine andere Lösung. Liebe Grüße Alexandra Widmer
  • Es ist bei mir jetzt acht Jahre her seit der Trennung kurz Nacht der Geburt unseres Sohnes. Wir haben zwar noch ein Jahr versucht wieder zueinander zu finden, aber die Verletzungen waren zu groß. Es hat mir den Boden uner den Füßen weggezogen und ich habe lange lange gebraucht um mich wieder aufzurappeln. Antworten habe ich bis heute nicht bekommen, aber wir schaffen es auf einer oberflächlichen Ebene mittlerweise gut zurecht zu kommen inkl. neuer Familie seinerseits. Das hat viel Kraft gekostet und tut es weiterhin manchmal, aber ich hoffe auch darauf, dass wir irgendwann darüber reden können was damals eigentlich passiert ist.
  • Liebe Kirsten,
    vielen Dank für deinen Kommentar und ein Einblick in dein Leben. So geht es vielen und manchmal dauert es ewig. Andere schaffen es nie. Ich habe Klienten erlebt, die die Briefe versendet haben und wirklich eine klärende Antwort bekamen. Manche hörten jedoch auch nichts......Ich drücke dir bzw. Euch die Daumen irgendwann wieder einen Zugang zueinander zu finden. Viele Grüße
    Alexandra Widmer
  • Frage 26 würde ich genau so beantworten.Und auch nur laufen nach zwei Jahren immer noch die Tränen bei solchen Fragen. Ich kämpfe bis heute damit, dass es keine Gespräche gab. Heute können wir auf rationaler Basis einigermaßen miteinander umgehen, aber die Verletzungen sind tief. Manches wird wohl bleiben, auch wenn man sich damit auseinander setzt. Leider scheint so ein Umgang miteinander, wir in Antwort 26 in weiter Ferne.
  • Liebe Tina,
    danke für deine ehrlichen Worte. Ja, doch nach der Trauer kannst du weitergehen. Und es ist nie zu spät dafür. Ich kenne Klienten, die haben erst Jahrzehnte später den Mut gefunden. Alles Gute für dich und deine Familie Alexandra Widmer
  • Mir fällt es sehr schwer emotional abzuschliessen. Ich habe auch geweint als ich die antworten gelesen habe. Besonders bei dem satz " unsere kinder sind der ( tägliche, immerwährende) beweis unserer liebe ( die mal war). Ich habe jetzt gerade diese angesprochene abifeier mit unserer tochter. Aber es wird vermutlich kein freudiges wir-gefühl als eltern geben, weil mein ex mal wieder frisch verliebt ist und er dann immer "auf einem ganz anderen dampfer" ist. Vergangenheit, unsere gemeinsame elternschaft, wertschätzung spielt dann keine rolle für ihn. Vermute ich. Ich werde für mich auch gern die 26 fragen beantworten und hoffe damit noch mehr und wirklich loslassen zu können und weiter zu kommen auf meinem weg inneren frieden und akzeptanz zu leben. Herzliche grüsse von gabi
  • Liebe Gabi,
    ich kann dich sehr gut verstehen. Es ist leider so wie es ist. Ich weiß, eine ätzende Antwort. Betrauern ist ein wichtiger Schritt und ich bin mir sicher, es wird nicht die letzte Feier gewesen sein. Durch das Aufschreiben wird sich etwas in der verändern. Sei mutig und mache des in deinem Tempo. herzliche Grüße Alexandra Widmer

  • Liebe Alexandra und Luisa, danke, dass Ihr diese Übung online gestellt habt! Ich habe gerade auch die Fragen beantwortet, und es hat mir geholfen, die Beziehung etwas klarer zu sehen. Ich hatte auch Tränen in den Augen und wünschte mir manchmal, dass ich einfach mein Leben wieder so wie vor der Beziehung leben könnte, ganz für mich und frei. Auch bei mir gab es leider keinen richtigen Abschied mit dem Partner, eine Art Bilanzierung oder Schlussstrich, wo beide Partner noch mal sagen, was sie am anderen schätzten und was schwierig war. Daher ist es nun wirklich meine Aufgabe, alleine Abschied zu nehmen. Liebe Grüße und alles Gute
  • Liebe Caro,
    vielen Dank für deine Worte und Offenheit. In erster Linie geht es erstmal darum, dass du dich erleichterst. Nicht selten kommt dann auch der oder die Andere auch in Bewegung. Manchmal aber auch nicht. Schön, dass du so mutig bist! Alles Gute für dich und deine Familie.
    Alexandra Widmer
  • Ein schönes Ritual, um abzuschließen. Was mir besonders gefällt ist, dass der Fokus auch auf die guten Erinnerungen und Geschenke gelenkt wird. Nur so kann wieder Frieden entstehen.
    Ich war ganz gerührt, als ich die Antworten gelesen habe.
  • Liebe Ilse,
    das stimmt. Es braucht beides. Das loswerden von Schmerz und die Erinnerung an Gemeinsamkeiten. Herzliche Grüße
    Alexandra Widmer
  • Liebe Sina, auch mir laufen die Tränen übers Gesicht und ich weiß gerade nicht wohin mit meinem Schmerz. Trotz dessen, dass ich derjenige war, der gegangen ist und als Vater jeden Tag ohne meine Kinder leben muss, ist es nicht minder schwer. Und ja wir gehen, aber das ist richtig schwer, Tag für Tag. Ich habe mir immer diese Familie gewünscht und sehr lange dafür gekämpft. Jetzt ist da ziemlich viel Leere. Ich sehe meine Kinder fast täglich und genieße jede Stunde, die ich mit Ihnen verbringen kann. Doch es ist nicht das selbe. Ich kann nicht mit Ihnen im Alltag aufstehen oder Abendessen machen oder sie ins Bett bringen. Ich fühle mich förmlich abgeschnitten, aber das geht primär von meiner Ex-Partnerin aus. Und ich kann Dir versichern, dass zerreißt Dich als Vater.
  • Lieber Andreas,

    schön, dass auch mal ein Vater antwortet. Vielen Dank für deine Worte. Als Therapeutin bin ich sowohl verletzten Müttern als auch Vätern begegnet. Schön wäre, wenn mehr ein miteinander wäre. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, wie schwer es oft ist. Rational wissen wir, was zu tun wäre. Emotional sind wir aber um Längen davon entfernt. Auch ich bin noch immer eine "Schülerin". Alles Gute für dich/Euch
    Alexandra Widmer
  • Lieber Andreas, ich habe damit auch nicht alle Männer gemeint. Und das tut mir sehr leid für dich das du gekämpft aber trotzdem verloren hast. Ich würde mir wünschen das mein Partner kämpft aber ihm ist unsere Tochter leider zu anstrengend bzw. hat er keine Zeit mehr für sich. Und diese Aussage macht mich im Moment sehr wütend zumal unsere Maus ein Wunschkind ist. Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.
  • Liebe Sina,
    vielen Dank für deine Worte!
    Traurig, dass es so ist und ich wünsche dir/euch viel Kraft. Liebe Grüße Alexandra Widmer
  • Wunderbar! Auch ich habe Tränen in den Augen. Anders, als bei mir, die ich gegangen bin. Aber ähnlich in der Entwicklung und den Wünschen für die Zukunft. Danke!
  • Liebe Galaxis23,
    schön. Ja, leiden tun alle. Ob der Verlassende oder der Verlassene. In der Krise hat man jedoch selten den Blick dafür und versteht die Welt nicht mehr. Alles Gute für dich und deine Familie.
    Alexandra Widmer
  • Mir laufen die Tränen übers Gesicht. Es ist sehr erschreckend das es bei vielen Trennungen der gleiche Grund ist. Die Männer haben es einfach sie können einfach gehen. Wir müssen versuchen eine gute Mutter zu sein obwohl unser Herz gerade zerbricht. Eine der schwierigsten Rollen in unserem Leben.
  • Liebe Sina,
    danke für deinen Kommentar. Ja, so passiert es leider oft und der emotionale Schmerz hat viele Folgen, wenn wir uns dem nicht zuwenden. Eine gute Trennung ist möglich, doch für viele kommt es unerwartet. Wir bräuchten mehr Schutz und Puffer in der ersten Zeit, um große Krisen zu verhindern. Ich versuche erstmal aufzuklären und zu zeigen, wie man damit umgehen kann. Vielen anderen Eltern geht es ähnlich. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute.
    LG Alexandra Widmer

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