SUA#047 Alleinerziehend zurück in den richtigen Job – 3 schöne Beispiele

Berliner Job Coaching für Alleinerziehende zu Gast bei DR. Alexandra Widmer und Stark und alleinerziehend„Das muss es überall in Deutschland geben!“, war mein erster Gedanke. 

Überzeuge dich selbst! Diese Podcastfolge ist anders und neu. Dieses Mal habe ich Britta Starke zu Gast. Sie ist Projektleiterin bei dem

Berliner Jobcoaching für Alleinerziehende

und hat mich mit ihrer Arbeit total begeistert. Ziel des Projekts ist es, Alleinerziehende im Rahmen eines Trainingsprogramms und Coaching zur Entwicklung ihrer Berufsperspektiven und beruflichen Neuorientierung zu unterstützen. Diese Folge solltest du dir unbedingt anhören, wenn du gerade keinen Job hast oder dich neu orientieren möchtest. Auch dann, wenn du nicht in Berlin lebst. Frau Starke berichtet von den Erfolgen und Hürden des Projektes.

Sie klärt auf, macht Mut und berichtet von drei Frauen , die zurück in die Arbeitswelt sind.

 Ob Akademikerin oder ohne Schulabschluss, jede Frau ist willkommen.

Am Ende des Podcast hat sie wichtige Tipps für dich!

Shownotes des Berliner Jobcoaching für Alleinerziehende:

Webseite: Goldnetz
Ich bin Mutter und das ist gut und ich bin alleinerziehend und das ist besser. 

Der Podcast ist unter den Bildern anzuhören oder herunterzuladen.

 
Berliner Job Coaching für Alleinerziehende zu Gast bei DR. Alexandra Widmer und Stark und alleinerziehend
Berliner Job Coaching für Alleinerziehende zu Gast bei DR. Alexandra Widmer und Stark und alleinerziehend
Bilder wurden mir vom Goldnetz zur Verfügung gestellt.
Bidlquelle: Pixabay

4 Kommentare

  • Liebe Alexandra,

    es ist toll, dass es das Jobcoaching für Alleinerziehende gibt. Ich habe den Link für den Podcast gleich weitergeleitet an die Diakonie, die hier bei uns den Alleinerziehendentreff betreuen und hoffe, dass es die entsprechende Aufmerksamkeit bekommt. Ich hatte der Gruppenleitung beim letzten Treffen auch von Deiner Internetseite erzählt, sie war ihr nicht bekannt. Das was in dem Jobcoaching gemacht wird in Berlin ist schon wirklich super toll, denn es werden nicht nur Perspektiven erarbeitet, sondern es wird auch daran gearbeitet, dass diese Perspektiven umgesetzt werden können! Dies ist meiner Meinung nach das Einzigartige an diesem Jobcoaching. Ich komme selbt aus der Erwachsenenbildung und kenne es, dass man zwar Perspektiven erarbeitet, dies aber an der Umsetzung (z. B. Finanzierung) schlichtweg scheitert bzw. daran nicht gedacht oder gearbeitet wird. Die Berliner machen hier daher großartige (im Moment leider noch nicht weit verbreitete) Arbeit. Ich würde selbst auch gerne solche Prozesse begleiten. Dem Kommentar von Sabine möchte ich mich auch zum Teil anschließen. Es ist schon sehr schwierig, Beruf und Familie (Alleinerziehend und Alleinverdienend) zu verbinden. Ich komme mit 2 Kindern (2 und 9 Jahre) hier auch wirklich an meine Grenze und bin auch in Stresszeiten zwar zu Hause anwesend, aber emotional nicht mehr in der Lage meinen Kindern viel zu geben. Ob ich das aushalte bis meine Kinder groß sind weiß ich nicht. Aber aussteigen wäre für mich dennoch keine Option (im Moment), da mir die Arbeit einfach auch sehr viel Halt und auch Sicherheit gibt. Aber es gibt schon Momente, da fühle ich mich "unterirdisch".
    Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass es toll ist, dass mit der Kampagne
    „Lassen Sie Trennungskinder nicht länger im Stich“ der Unterhaltsvorschuss ausgeweitetet wurde. Das war wirklich längst überfällig. Sorgen bereitet mir nur, dass der Unterhaltsvorschuss vom Jobcenter angerechnet wird als Einkommen, wie ja auch der Kindesunterhalt, wenn ihn der Vater bezahlt. Daher wird der ausgeweitetet Unterhaltsvorschuss nur denjenigen Alleinerziehenden wirklich etwas nützen, die Arbeiten gehen. Die Alleinerziehenden, die Hartz-4 beziehen werden nichts von den Unterhaltsvorschuss haben! Leider!!! Ich denke es ist gesellschaftlich überfällig, dass Kinder erziehen als vollwertige Arbeit anerkannt wird. Dann wird hoffentlich das Unterhaltsgesetzt auch nochmals reformiert. Es gibt viel zu tun. Ich verfolge alle Newsletter und danke Dir, liebe Alexandra, für Deine Arbeit. Meine Arbeit mit syrischen Flüchtlingen nimmt neben meinen Kindern wirklich meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch, daher habe ich auch schon lange keinen Kommentar mehr geschrieben. Aber ich bin immer dabei in Gedanken. Und wenn ich dann die Geschichten höre der geflüchteten Männer und Frauen, die ich betreue, dann geht es mir doch in vielen Beziehungen gut.

    Herzliche Grüße, Claire
  • Liebe Claire, danke dir für deinen leiben Kommentar. Ja, wenn wir uns diese Menschen anschauen, dann geht es uns sehr gut. Ich finde es toll und wichtig, dass du dich engagierst. Mach weiter so und ich bin mir sicher, dass sich für dich all dein Tun auszahlen wird. Herzliche Grüße an dich und deine Familie Alexandra
  • Liebe Frau Widmer,
    zunächst dachte ich: "Oh Gott, das ist schon wieder so ein Psycho-Selbstfindungs-Gedöns!" und wollte mir den Podcast eigentlich gar nicht anhören. Aber da ich Ihren Blog regelmäßig verfolge und auch die meisten Podcast höre, habe ich mir auch diesen angehört. Als Fazit muss ich sagen. Sehr gut. Ich wünschte jede Mutter oder Frau (eigentlich auch jeder Mann) hätte einen Rechtsanspruch auf so eine Leistung. Ich selbst habe sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Arbeitsagentur bzw. Jobcenter erlebt. Das hängt absolut vom jeweiligen Bearbeiter ab und auch von dessen Einstellung gegenüber Arbeitnehmer mit Kind bzw. Kindern. Unsere heutige Gesellschaftsstruktur ist darauf nicht ausgerichtet. Jeder kämpft doch mit seinen ureigensten Vereinbarungsproblemen. Im Nachhinein habe ich das Unmögliche geschafft. Nach 7 Jahren -unfreiwilliger- Auszeit (alleinerziehend mit Zwillingen von Anfang an) habe ich allein die Rückkehr von ALG II in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Fast 5 Jahre habe ich durchgehalten, jetzt gebe ich auf. Vorerst. Mein Fazit ist: Als extrem alleinerziehende, Vollzeittätige mit zwei schulpflichtigen Kindern (jetzt 5. Klasse Gymnasium) gibt es keine Vereinbarkeit. Es gibt nur ein Nebeneinander von Stressfaktoren. Ohne Unterstützung geht es nicht. Ist die nicht gegeben, schafft Frau es nicht alleine. Deshalb ziehe ich mich vom ersten Arbeitsmarkt zurück. Als Akademikerin versuche ich es jetzt als Selbständige. Ohne ständige Gewissenskonflikte. Nach Auslaufen des Unterhaltsvorschusses falle ich in 7 Monaten sowieso wieder in Hartz 4. Meine Kinder haben unter meiner Abwesenheit gelitten. Ich war auch abwesend als ich zu Hause war. Die vielen ständigen Verpflichtungen, die man hat. Der ständige Stress. Wenig bis kaum Zeit für ein Familienleben. Ich mache jetzt freiwillig einen Schritt zurück, meinen Kindern zuliebe. Wie schon viele andere erkannt haben. Es ist ein strukturelles Problem. Die derzeitigen Gegebenheiten in Deutschland sind schlimm. Familien-, Kinder- und Mütterfeindlich. Meiner Meinung nach hat sich die Benachteiligung der Frau in eine Benachteiligung der Mütter gewandelt, die immer extremer wird. Es wird allerhöchste Zeit, dagegenzusteuern.
    Um noch einmal zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Aus meiner Erfahrung heraus, ist es nicht das Problem eine Stelle zu finden. Es ist ein Problem, eine famileinadäquate Stelle zu finden. Oftmals versucht man, seine private Situation an die Verpflichtungen der Arbeit anzupassen. Also bei mir hat es nicht funktioniert.
    Jetzt konzentriere ich mich erstmal auf meine Kinder und darauf uns wieder zu erholen und zu stärken.
  • Liebe Sabine, ich kann ihnen nur beipflichten. Ja, es ist alles andere als familienfreundlich und es gibt noch viel zu wenige Unternehmen die flexibel sind.

    Uns bleibt nichts anderes übrig immer wieder drauf aufmerksam zu machen. Ich lebe auch täglich mit diesem Konflikt und sehe, dass ich überall Abstriche machen muss. Mit diesem Frust lebe auch ich.

    Sie können sehr stolz auf sich, was sie geschaffen haben. 5. Klasse und Gymnasium braucht viel Aufmerksamkeit ...denke ich und ich wünsche ihnen dennoch, dass sie früher oder später zufrieden einen erfüllenden Beruf finden werden.

    Alles Gute
    Alexandra Widmer

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