Die neue Liebe in meinem Leben – 12 Erkenntnisse nach einem Jahr

neue Liebe stark und alleinerziehend„Lohnt es sich denn?“ fragt der Kopf. „Nein, aber es tut so gut!“ antwortet das Herz. Autor unbekannt

Vor einem Jahr ist das passiert, womit ich nicht mehr gerechnet hatte. Ich habe mich verliebt. Über diese ersten Gedanken und Ängste schrieb ich einen ausführlichen Artikel 14 Gründe, warum du als Alleinerziehende keinen Partner findest.  

Ein Jahr später möchte ich dir von meinen 12 wichtigsten Erkenntnissen berichten:

#1 Ich kann mich noch immer wie ein Teenager fühlen

Alter ist relativ. Das erzählen mir alle, die sich nach so langer Zeit das erste Mal wieder verlieben. So ging es mir auch und diese Leichtigkeit ist nach Krisen wunderbar. So oft erlebt man das nicht im Leben. Also einfach nur genießen!

#2 Ich lerne wieder zu vertrauen

Nachdem ich verlassen wurde, gab es eine Zeit wo ich Männern nicht mehr getraut habe. Für mich war und wird es immer schmerzhaft bleiben, mit zwei kleinen Kindern verlassen worden zu sein.

Mittlerweile ist mir jedoch klar, dass die Verantwortung für das Gelingen und Zerbrechen einer Beziehung bei Beiden liegt.

Diese Erkenntnis half mir den neuen Mann in meinem Leben zu vertrauen. Wenn ich es nicht tun würde, würde ich mir schöne Momente entsagen. Eine Garantie für ein ewiges Gelingen gibt es aber auch jetzt nicht. Angst vor einer erneuten Trennung habe ich nicht. Ich würde es erneut überleben!

#3 Ich lasse mir Zeit

In den ersten vier Jahren nach der Trennung musste ich mir erstmal bewusst werden, was für ein Typus Mann ich eigentlich will und was ich nicht mehr will. Ich wollte aus meinen Fehlern lernen und das hat gedauert. Auf dem Weg zu diesen Mann sind mir einige Frösche begegnet, die sich nicht zu einem Prinzen verwandelt haben. 😉

Der neue Mann ist ab und an enttäuscht, wenn ich ihn nicht sofort integriere und teilhaben lasse. Ich meine das nicht böse. Meine Töchter und ich sind so eine Einheit und wir brauchen Zeit uns zu vergrößern.

Zum Glück hat er Verständnis und das hilft mir ihn in unsere Familie einzuladen und Hilfe anzunehmen.

#4 Ich erwarte keinen Vaterersatz

Meine Töchter haben einen Vater und er sieht sie vier bis sechs Nächte in 30 Tagen. Ich wünschte mir für meine Kinder, es wäre mehr Zeit. Doch es ist wie es ist. Sie mögen den neuen Mann und freuen sich ihn einmal die Woche zu sehen.

Da der neue Mann zwei eigene Kinder hat, ist es mir wichtig, dass er auch ausreichend Zeit mit ihnen verbringt.

Meine kleine Tochter sagt jedoch: „Mama, ich habe einen Papa und einen Halb-Papa.“

Na gut 😉

#5 Familie 1.0 loszulassen dauert

Auch fünf Jahre später ertappe ich mich bei dem Gedanken: Hätte ich den Bruch unserer Familie verhindern können? Doch es ist wie es ist und sich darüber weiter Gedanken zu machen, kostet mich im Alltag viel Kraft.

Ich habe kaum eine Erinnerung daran, wie es ist als „klassische Familie“etwas zusammen zu unternehmen. Das macht mich noch immer traurig, obwohl ich nun einen neuen wunderbaren Mann begegnet bin. Für mich schließt sich die Trauer über das Alte und Freude über die neue Liebe nicht aus.

Der neue Mann weiß das und sagt zu mir: „Familie ist da, wo Kinder sind und Liebe ist. Ob zu zweit, zu dritt , zu viert oder noch mehr…..“ Dann lächle ich ihn an.

#6 Auch mit 40 und Kindern findest du einen tollen Mann

Ich habe ehrlich gesagt auch daran nicht geglaubt und habe nun dazu gelernt. Ja, es gibt ihn. Auch für dich, wenn du dazu bereit bist. Der neue Mann entdeckte mich in einer Dating-Plattform. Und das was ich über ihn dort las, passt mit der Realität zusammen. Nach wie vor ein Wunder!

#7 Die Liebe ist bewusster

Mit 20 Jahren dachte ich immer, das Leben besteht nur aus Schmetterlingen. Trennungen und Konflikte kamen in meiner Welt nicht vor.

Jetzt weiß ich um den Wert einer Liebe. Sie begegnet dir nicht ständig und  nach einer Scheidung bzw. Trennung mit Kindern ist sie etwas ganz besonderes.

Ich bin viel mehr im „Hier und jetzt“ und genieße den Moment.

#8 Im Alltag bin ich alleinerziehend

Mein Alltag hat sich nicht geändert. Wir drei leben in unserer Wohnung und für eine vierte Person mit zusätzlichen zwei Kindern an den Wochenenden ist kein Platz. Eine bezahlbare 5-Zimmerwohnung in Hamburg zu finden, ist so gut wie unmöglich.

Insofern leben wir zwangsläufig etwas, was  Living Apart Together  LAT genannt wird. Zusammen sein und dennoch getrennt wohnen.

#9 Patchwork muss langsam wachsen

Ich gebe zu, dass ich die Zeit zu zweit sehr genieße und nicht darauf aus bin, auf Teufel komm raus eine neue große Familie zu bilden. Einmal im Monat treffen wir uns alle zusammen und gehen z. B. schwimmen. Die Kinder brauchen viel Zeit mit der neuen Situation umzugehen und wir haben keinen Zeitdruck.

Sowohl meine Kinder als auch seine Kinder haben den Wunsch nach der Ursprungsfamilie nicht aufgegeben. Wir akzeptieren das alle und nehmen es nicht persönlich.

#10 Es gibt tolle Ex-Frauen

Der neue Mann und die Mutter seiner Kinder haben sich einvernehmlich getrennt. Die Beziehung ist gut und so wurde ich im Sommer mit meinen Töchtern zum gemeinsamen Grillen eingeladen. Das hat mich sehr beeindruckt. Und nicht nur das. Sie hat mich auch am Heiligabend eingeladen, da ich dieses Jahr ohne meine Kinder sein werde.

Ich finde das eine große Geste und bin sehr dankbar dafür. Da ich jedoch möchte, dass seine Kinder mit ihren Eltern feiern, werde ich mich an diesem Abend zurückhalten und es mir allein gemütlich machen.

#11 Ich bin doch romantisch

Der neue Mann und ich waren in unserer vorherigen Beziehung nicht verheiratet. Vor 10 Jahren fand ich heiraten uncool. Ich wollte modern und selbstständig sein. Na ja…

Mittlerweile kann ich es mir vorstellen, irgendwann einmal am Strand von St. Peter Ording ein weißes Kleid  zu tragen. 🙂

#12 Eine neue Liebe ändert nichts daran, mich für Alleinerziehende und ihre Gesundheit einzusetzen

Es ist für mich nach wie vor sehr wichtig, das Image der Alleinerziehenden zum Positiven verändern, ihnen Mut zu machen, sie zu vernetzen und Selbstvertrauen aufzubauen.

Die Haltung: Ich habe einen neuen Partner und nach mir die Sinflut, finde ich sehr schade. Damit schaffen wir die besten Voraussetzungen, unseren Kindern in 10, 20 oder 30 Jahren noch immer die selben Bedingungen für Alleinerziehende zu bieten.

Fazit: 

Eine neue Liebe ist wundervoll und bitte glaube daran sie zu finden!

Bitte denke dennoch weiter an die vielen anderen Alleinerziehenden, die Unterstützung brauchen.

Vielleicht kannst auch du in deinem Umfeld anderen Eltern helfen und dein Wissen weitergeben. Nur so kann mittelfristig eine funktionierende Lobby entstehen, die wirklich positive Veränderungen für Alleinerziehende bewirken kann.

Alles Liebe und Gute

Alexandra Widmer

P.S. Nur wenn es dir gut geht, geht es auch deinem Kind gut. 

30 Kommentare

  • ...hallo ich muss mich jetzt so langsam an die neue Rolle als AE-Papa gewöhnen, Trennung von Frau war eher einvernehmlich, Kids wollen bei mir bleiben, sind schon etwas größer, Ex wohnt in der Nähe, so dass eine gemeinsame Erziehung möglich bleibt - war uns wichtig.

    Ich vermisse seit Jahren Nähe und Zärtlichkeit und habe schon Bedenken, dass ich überhaupt noch eine passende sie finden kann. Als Ü50-Mann mit Haus und Kindern kann ich nicht mal schnell umziehen.... . Trotzdem war mein Schritt richtig, mich zu trennen..., alles andere wäre zu Lasten der Gesundheit meiner Kinder und mir gegangen. Ich bin noch in dem typischen Gefühlstaumel, merke aber, dass mir die nun gewonnene Freiheit auch Kraft gibt. Ja, ich habe mir professionelle Hilfe geholt, lasse mich von einer Psychologin, die auch Paarberatung macht, coachen. Dein Buch, liebe Alexandra, habe mir als E-Book besorgt, schaffe mich da grad durch. Der Blog hier hilft mir auch....., leider sind AE-Männer eher rar gesät..., aber es sind eben mehr Frauen als Männer Alleinerziehende. Ich habe nach vielen Jahren ohne Liebe eigentlich nur einen Wunsch..., wieder jemanden zu finden, der mich in die Arme nimmt, mir durch Haare streicht, kuschelt und mich auch mit meinen beiden kleinen Großen akzeptiert....., aber da mir das Glas immer halbvoll ist..., gebe ich die Hoffnung nicht auf.

    LG Micha
  • Niemals die Hoffnung aufgeben und mutig weitersuchen. Das wird klappen. Zu 100%! Alles Gute Alexnadra Widmer
  • Wenn ich das richtig verstehe, dann ist der neue Partner einer AE nur temporär in der Familie für Unternehmungen oder für wenige Stunden. Er nimmt am regelmäßigen Familienleben und den dazu gehörigen Aufgaben nicht teil und hat somit auch keine Verpflichtungen. Wegen der Steuern, der Rente, dem Erbe und der Liebe kann man dann heiraten, wenn die Kinder aus dem Haus sind und man sich eine gemeinsame Wohnung leisten kann. Als Partner einer AE lebe ich somit überwiegend allein, habe keine familiären Verpflichtungen, aber dennoch eine Frau für ein paar Stunden in der Woche, die mich liebt und mit der ich, wenn die Kinder aus dem Haus sind, zusammen leben kann. Ich sollte meine Haltung, keine AE zu treffen, überdenken.

    Dieser Blog hat mir weiter geholfen bei meiner Suche nach meiner neuen Liebe. Ich möchte mich bei Ihnen Alexandra und auch bei den vielen Frauen bedanken, die kommentierten. Ich verstehe nunmehr Ihre Probleme sehr viel besser und wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2017.
  • Hallo M.,

    schön, dass sie einen besseren Einblick bekommen haben. In ihren anderen Kommentar gab es viele Gründe gegen eine AE. Das ist völlig in Ordnung und ihre Entscheidung. Bleiben sie dabei und suchen sich eine Frau, die diese Themen abgeschlossen hat. Ich vermute, dass es mittelfristig besser ist! VG A. Widmer
  • Liebe Alexandra,

    Über Deinen Podcast habe ich erstmals mitbekommen wie viele Frauen es "da draussen" gibt denen es ähnlich geht wie mir.
    Ähnlich im Sinne von: Probleme mit der Gesellschaft, mit der rechtlichen Situation, mit der Pufferfunktion zwischen Kind und Ex uvm.
    Oft denke ich doch noch, dass meine Situation sich von der der meisten Alleinerziehenden unterscheidet.
    Um so schöner zu lesen, dass das was ich lebe auch von Dir ähnlich gelebt wird (werden muss) und es sogar schon einen Fachbegriff samt Kürzel gibt.
    Wir sind also LATs.
    Mein Kind ist zwischen Zuneigung und ablehnender Eifersucht hin und her gerissen ( hat vermutlich mit ihrem Alter zu der Zeit als ihr Vater uns verliess zu tun), seine pubertieren mit ähnlichen Folgen. Mein Rosenkrieg hat uns schon mehrmals an den Rand der Aufgabe getrieben.
    Und es kommt mir oft wie ein Winder vor, dass wir bald das erste Jahr rum haben.
    Meine Ehe hat weit weniger Belastungen gehabt und hielt trotz Kind nicht.
    Durch die Schwierigkeiten lernt man einen Partner erst richtig kennen.
    Für mich bedeutet das auch, dass ich bewusster das Augenmerk darauf setze dass mein Freund ein wirklicher Partner ist und Romantik und nette Worte nur Garnitur sein können.

    Für mich hat sich vor allem eines geändert als Alleinerziehende: ich schaue nicht mehr so sehr auf die Unendlichkeit, das Später oder ein fernes Ziel, jetzt lebe ich auch! Jetzt erlebe ich die Entwicklung meines Kindes und meine Mutterschaft.
    Der Kampf für ein besseres Morgen muss weitergehen, aber wichtiger ist für mich, dass die Zeit jetzt dadurch nicht verloren geht.
    Das bewusstsein dass es jetzt auch gut sein kann hilft mir die Kraft für das derzeitige harte Leben aufzubringen. Nur schuften für eine vermeindlich bessere Zeit nach dem "Gröbsten" würde ich nicht lange durchhalten.
    Vielleicht hätte ich diesen überlangen Kommentar lieber als einen Blog schreiben sollen, aber ich lasse ihn hier mal stehen.
    Vielen Dank an Dich und alles Gute euch
    Andrea
  • Liebe Andrea,

    vielen dank für einen Kommentar. Ja, es gibt viele von uns und es bleibt eine Herausforderung. Auch mit dem neuen Partnern. Doch was bleibt uns anderes übrig? Für immer denken: Alle Männer sind blöd und bleibe mir vom Leib? Nein, dass mag ich nicht und du anscheinend auch nicht. Das Hier und jetzt ist das Einzige was zählt.

    Familie 2.0 ist anders und wird immer anders bleiben. Ich wünsche dir alles Gute für dich, dein Kind und deinen Partner.

    Herzliche Grüße Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,

    ich wünsche Dir und mir, irgendwann ein Foto von Dir in einem weißen Kleid, barfuß mit Meerwind zerzausten Haaren an der Hand Deines Partners zu sehen.

    Du hast einen klugen Partner:

    „Familie ist da, wo Kinder sind und Liebe ist. Ob zu zweit, zu dritt , zu viert oder noch mehr…..“

    Diesen Satz werde ich mir sichtbar aufschreiben. Wie recht er hat.

    Meine Kinder haben auch einen Papa und einen "Papafreund". Und ich fühle mich trotzdem alleinerziehend und werde es auch bleiben.

    Liebe Grüße
    Sonja
  • Liebe Sonja, ja, das Gefühl wird wohl lange noch bleiben. Ich kann es sehr gut nachvollziehen. Ich wünsche dir/euch alles Gute. LG Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,
    Ich habe seit über zwei Jahren eine Fernbeziehung. Mein neuer Partner hat die schlimmsten Zeit meines Lebens miterlebt. Ich war eigentlich gar nicht bereit für einen Mann. Er war aus der Ferne überfordert. Es folgte eine on-off-Beziehung mit vielen Missverständnissen, Drama wegen erneuter Trennung und Beziehungsangst. Ich habe in der Zeit gefühlt mein halbes Leben aufgearbeitet, weil ich mich mit ihm und seinen Vorwürfen kritisch auseinandergesetzt habe. Meine drei Kinder dagegen haben ihn von Anfang an geliebt, ohne Einschränkungen.
    Nachdem ich die größten Schwierigkeiten vor einigen Wochen endlich überwunden hatte, fiel mir zum ersten Mal auf,dass er trotz aller Katastrophen und Konflikte immer noch da war. Und wie mutig es von ihm ist, sich auf eine Frau einzulassen mit mehrerenKindern und einer schrecklichen Vorgeschichte.
    Diese Erkenntnis hat mir die Augen geöffnet und mich aus dem Alleinerziehenden-Opfer-Dasein einmal heraustreten lassen.
    Seither verändert sich etwas in unserer Beziehung und zum ersten Mal steht im Raum, dass wir womöglich doch zusammen gehören und vielleicht doch einen Weg finden, aus der Fernbeziehung ein Zusammenleben zu machen.

    Alles Glück für euch!!
    Eine neue Beziehung kann nur gelingen, wenn man die Wunden aus der alten heilt und wieder neu Vertrauen fasst. Und das bedeutet richtig Arbeit...
  • Liebe Barbara,

    danke für deine Worte. Ja, es verlangt viel Arbeit, Mut, Flexibilität und Größe in einer neuen Beziehung. Alles Gute für Euch alle.

    Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,
    vielen Dank für den schönen Artikel, ich habe vieles wiedererkannt.
    Auch ich habe einen neuen Partner, bin aber nach wie vor alleinerziehend und werde das auch immer bleiben. Vielleicht realisiert man erst mit einer neuen Partnerschaft, dass es manche Dinge im Leben einfach nicht geben wird.
    Ich habe für mich das Konzept der "inneren" und "äußeren" Heimat entwickelt, um alles etwas klarer zu sehen. In meiner Ehe hatte ich eine äußere Heimat, es hat vieles äußeres gepasst und ich dachte mit Ehemann, zwei Kindern, gemeinsamen Freunden etc. hätte ich alles, was ich immer wollte. Allerdings hat sich dann durch die Belastung mit 2 kleinen Kindern schnell gezeigt, dass eben eine innere Verbundenheit gefehlt hat. Nie war ich so einsam wie im letzten Jahr meiner Ehe!
    Mit meinem neuen Partner dagegen passt das äußere gar nicht. Aus verschiedenen und absolut berechtigten Gründen will er kein "Kinder-Leben" mehr führen, mein großer Sohn und er verstehen sich auch nicht miteinander. Wir sehen uns daher nur, wenn ich kinderfreies Wochenende oder iPapa-Ferien habe. Zusammenziehen, Patchwork o.ä. ist keine Option und meine Kinder sind noch lange nicht aus dem Haus.... der Alltag mit 2 Kinder ändert sich also für mich überhaupt nicht. Ich bezeichne mich auch nach wie vor als Alleinerziehend und versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten für uns AE einzustehen.

    Dafür habe ich bei meinem neuen Partner eine innere Heimat gefunden, eine tiefe Verbundenheit, die ich um nichts auf der Welt wieder hergeben möchte.
    Letztlich bin ich unendlich dankbar, dass ich mit über 40 diese Erfahrung noch machen darf. Leider war es in meinem Leben nicht so, dass innere und äußere Heimat zusammen kamen. Das ist eben so. Ich habe aber beides erlebt und weiß, was ich definitiv lieber habe. Und beneide ein wenig diejenigen, die beides auf einmal haben, aber ehrlich gesagt, glaube ich, dass das gar nicht so viele sind.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin ganz viel Freude an deiner neuen Liebe,

    BG
  • Liebe BG, das wünsche ich dir auch und sehe viele Parallelen. Danke für deine Worte . LG Alexandra Widmer

    Ps: Innere und Äussere Heimat klingt gut! Sehr gut!
  • Liebe Alexandra,
    ein schöner Artikel. Besonders gut gefällt mir der Satz „Familie ist da, wo Kinder sind und Liebe ist. Ob zu zweit, zu dritt , zu viert oder noch mehr…..“ 
    Wie oft wird einem vermittelt oder man hat vielleicht manchmal selber das traurige Gefühl keine "vollständige" Familie (sprich die Kinderbuch-Conni-Familie) zu sein. Schön, den Begriff Familie so neu und offen zu denken.
    Apropos offen: der Artikel hat mich auch angeregt, darüber nachzudenken, was ich, sollte ich es mich mal trauen, in eine Kontaktanzeige schreiben würde. Wie weit möchte ich eigentlich jemanden an das prima Mama-Tochter-Team ran lassen. So wie du es beschreibst, ist es ein Prozess, den man im Sinne aller nicht überstürzen sollte....
    Beste Grüße und alles Gute
    Micha
  • Liebe Micha,
    danke für deinen Kommentar. Ich denke wirklich, dass es sehr viel Zeit und Ruhe braucht sich neu zu finden. Du wirst spüren was passt:)
    LG Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,

    danke für Deine sehr interessanten Berichte.

    Da ich ein sehr optimistischer Mensch bin und damit oft mein Umfeld anstecke, möchte ich nun auch mit meinen Kommentar hier auf dieser wertvollen Seite, dazu beitragen.

    Ich weiss durch meinen bunten Lebensweg (Verheiratet-geschieden mit 1 Kind, langjährige Partnerschaft-Trennung 1 Kind)
    Das man die Hoffnung und Zuversicht nicht aufgeben darf und das unser Leben viele Besonderheiten für einen bereit hält.
    Bei mir ist aktuell auch die Liebe wieder in mein Leben getreten und ich möchte alle hier ermutigen daran weiter zu glauben.
    Ausserdem wünsche ich Dir liebe Alexandra und all Deinen Lesern ein friedliche, liebevolle Adventszeit und Weihnachtsfest und das ihr Eure Hoffnung und Zuversicht in Eurem Herzen bewahrt.
  • Liebe Tanja,

    das klingt wunderbar und das wünsche dir und deiner Familie und Liebe auch.

    Liebe Grüße Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,
    ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du: über eine Dating-Plattform habe ich meinen jetzigen, zweiten Mann kennengelernt, wir sind seit sieben Jahren ein Paar und haben insgesamt vier Kinder. Eines kann ich wirklich bestätigen: es dauert lange, bis eine Patchwork-Familie zusammen passt. Bei Erziehungsratgebern gehe ich mittlerweile folgendermaßen vor: ich lese sie nicht, außer Jesper Juul hat sie geschrieben. Sein Buch "Aus Stiefeltern werden Bonus-Eltern" hat einige gute Vorschläge parat. Laut seiner Erfahrung dauert es ca. fünf Jahre, bis auf allen Seiten Vertrauen und ein entspannter Umgang miteinander gewachsen ist. Und selbst zwei Jahre später kommen immer noch Unsicherheiten im Umgang miteinander zutage, von deren Existenz ich gar nichts gewusst hatte. Mir hat mein Anspruch geholfen, keine Ersatz-Mama oder beste erwachsene Freundin sein zu wollen, sondern mich in erster Linie auf die Gestaltung des Alltags miteinander und die Partnerschaft zu konzentrieren. Und, ja: Romantik kann jeder und jedem in jedem Alter passieren, zum Glück! :-)
  • Liebe Teresa, danke für deine klugen Worte. Ich werde das Buch auch noch lesen. Ich bin gespannt. Alles Gute für dich und deine Familie.

    LG Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra, herzlichen Glückwunsch. Das ist ein echtes Geschenk und ich hoffe das beste für Euch und für Dich. Mein Patchworkversuch nach einer zerbrochenen Ehe ist so richtig schief gelaufen. Das Experiment hätte schlimmer nicht verlaufen können. Meinen ersten Fehler hast Du schon vermieden: Ihr nehmt Euch viel Zeit. Genau richtig so. Neulich hab ich die Bücher von Melanie gekauft und gelesen. Es war als hätte sie meine ganzen Fehler im Patchworkung 1:1 mitgeschrieben. Es ist die höchste Disziplin, diese neue Form Familie. Sie verlangt allen Beteiligten schier Unglaubliches ab. Aber mit gutem Rat kann das gelingen! Gottes Segen für Euch alle. Von Herzen! Dein Nasenbär
  • Vielen Dank A. und alles Gute für dich und deine Familie.

    A. Widmer
  • Liebe Alexandra – ich schreibe das jetzt endlich mal spontan – oft genug habe ich mir gedacht, etwas zurück zu schreiben und dann war eben so vieles anderes immer wichtiger und es wurde später nichts daraus.
    Es ist kein direkter Kommentar – eher ein kleiner Bericht zu deinem Thema.
    Vor einem Jahr, als Du das erste Mal von deiner neuen Liebe geschrieben hast, hattest Du ein neues Portrait von Dir im Podcast. Wenn ich mich nicht täusche, war das sogar einen Monat zuvor schon neu. – Dein Blick und dein Gesicht schienen mir „reifer,” „wissender” und vor allem viel viel stärker. Ich hatte gestaunt und mich gewundert und zusammen mit deiner Nachricht über die Liebe mich gefreut für Dich.

    Meine Hoffnung, tatsächlich auch einmal einen echten Freund und wahren Partner zu finden wurde damit ein wenig stärker und ich wollte nicht mehr aufgeben daran zu glauben, dass ich irgendwann jemanden finden werde, der mehr möchte als das unter Singles weit verbreitete „Freundschaft +”, jemendem, dem ich vertrauen kann und der sich sogar eine neue Partnerschaft oder gar Ehe vorstellen kann.
    :-)
    – Es ist noch weit zu früh, von einem Partner zu sprechen, selbst das Wort Freund verwende ich noch nicht, aber es gibt sie doch, die Männer, denen eine Partnerschaft wichtig ist. Ich werde umgarnt und umworben, wie ich das mir nicht mehr vorstellen konnte. # 6, #1, #2, #3 kann ich somit bestätigen und jeder/jedem empfehlen ;-)
    #4 kenne ich nur zu gut – und natürlich meldet sich die Wehmut ans Verlorene, wenn man durch die Liebe wieder erinnert wird. Danke für #5! Das muss ich mir dick hinter die Ohren schreiben, denn ich wünschte mir schon sehr einen männlichen Ersatz für den fehlenden Vater, obwohl ich mir der Problematik bewusst bin.

    Aber jetzt mal langsam und sehen ob das „Luftschloss” wachsen kann und sich tatsächlich dazu entwickelt, was ich mir so sehr wünsche.
    Aber genießen werde ich es auf jeden Fall!


    Schöne Adventszeit und ein Weihnachtsfest für Dich, das Dir viel Freude schenkt selbst, wenn Du allein feiern solltest. – Aber vielleicht gibt es in deiner Nähe andere Alleinerziehende, die dieses Weihnachten auch ohne Kinder sind.
  • Liebe Sonja, vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Ein wissender Blick? ;) Spannend...Ich wünsche dir weiterhin viel Liebe und Glück für dein Luftschloss. Geniesse es weiter! Eine tolle Weihnachtszeit. Liebe Grüße Alexandra Widmer
  • Herzlichen Glückwunsch zur neuen Liebe! :-)
    ... und es freut mich sehr, dass du dich weiterhin für Alleinerziehende und ihre Kinder engagierst, da ich deine Beiträge zu diesem Thema immer sehr wertvoll finde.
    Dabei habe ich selbst ebenfall einen neuen Partner, aber eine Beauftragte für Alleinerziehende sagte mir mal sehr weise: "Einmal alleinerziehend, immer alleinerziehend." Das meinte sie nicht resignierend, sondern einfach als Feststellung der Tatsache, dass ich auch mit einem neuen Partner immer die Hauptbezugsperson und die Hauptverantwortliche für meine Kinder bleibe.
    Inzwischen leite ich selbst Wochenendseminare für Alleinerziehende, um ein bisschen von dem weiterzugeben, was sie und meine Kolleginnen mir gegeben haben.
  • Mittlerweile ist mir jedoch klar, dass die Verantwortung für das Gelingen und Zerbrechen einer Beziehung bei der Frau und dem Mann liegt. Der Anteil für jeden beträgt 50 %. Egal wer wenn verlassen hat oder auch nicht!

    Dem möchte ich gern widersprechen. In einer Beziehung mit Gewalt bespielsweise, sei es körperliche oder emotionale Gewalt, ist die Verantwortung nicht gleichmässig verteilt. Im Gegenteil, das Opfer der Gewaltbeziehung muss sehr mühsam lernen, sich nicht die gesamte Schuld am Misslingen der Beziehung zu geben. Wurde doch vom Partner oft jahrelang suggeriert - wenn Du nur anders wärst und nicht so wie Du bist, dann wäre ich nicht gemein/grausam/gewalttätig.

    Liebe Gruesse
    Kerstin
  • Liebe Kerstin, da hast du Recht und ich habe es im Artikel korrigiert. Alles Gute für dich. Alexandra Widmer
  • Liebe Kerstin,
    es ist wahrscheinlich so, dass man früher (vermutlich in der Kindheit) Ähnliches erlebt hast, d.h. man ist nicht gut behandelt worden und es wurde einem die Schuld daran gegeben oder zumindest auf irgendeine Weise vermittelt, dass man selber daran Schuld ist. In nachfolgenden Beziehungen spielt man unbewusst die gleiche Rolle, anstatt sich zu beschützen, was bedeuten würde, sich rechtzeitig zu trennen. Bei einem gewalttätigen Partner verhält es sich leider (auch unbewusst) genauso, er spielt nur eine Rolle. Insofern tragen sehr wohl beide die gleiche Verantwortung - er handelt und man lässt es geschehen, weil man sich den Schuh anzieht. Ich bin sogar sicher, dass man schon im Vorfeld bemerkt, was da auf einen zukommt, aber sich trotzdem oder gerade deshalb, darauf einlässt. Es sind Muster aus der Kindheit.
    Mir geht es genauso und ich versuche mittlerweile, immer wachsamer zu werden, um das zukünftig anders zu machen.
    Ich wünsche dir alles Gute und pass gut auf dich auf!

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