Mein Kind leidet unter der Trennung - Was kann ich tun? Folge 1

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Das ist der Start einer Trilogie. Ich habe mich mit der Kinder und Jugendlichen Psychotherapeutin Gundula Göbel über Kinder unterhalten, die eine Trennung bzw. Scheidung erlebt haben. In drei Folgen (Podcast und bei YouTube) besprechen wir 15 häufige Fragen und geben dir pro Frage 3 Tipps mit an die Hand. 

Wichtige Anmerkung: 

Die Antworten beziehen sich ausschließlich auf Familien, wo keine psychische oder physische Gewalt vorliegt. 

Sobald wir einen Elternteil bekämpfen, bekämpfen wir das Kind. - Gundula Göbel

Folge 1 - Mein Kind leidet unter der Trennung

  1. Was sage ich meinem Kind, wenn der Vater oder die Mutter gar nicht mehr präsent ist?
  2. Wie erkläre ich meinem Kind, wenn der Vater bzw. die Mutter die Umgangszeiten unregelmäßig einhält?
  3. Wie kann ich verhindern, dass mein Kind zu viel Verantwortung übernimmt?
  4. Was mache ich, wenn mein Kind auf den Vater oder die Mutter wütend ist?
  5. Was mache ich, wenn mein Kind starke Sehnsucht nach dem anderen Elternteil hat und traurig ist?

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Folge 2 - Mein Kind leidet unter der Trennung

  1. Was mache ich, wenn mein Kind überhaupt keine Reaktionen zeigt?
  2. Wie kann ich meinem Kind die Schuldgefühle nehmen?
  3. Mein Kind weint und schreit, wenn es zum anderen Elternteil soll? Soll ich es nun zwingen?
  4. Der Vater oder Mutter hat einen völlig anderen Erziehungsstil. Das Kind parkt vor dem TV oder kommt ungewaschen nach Hause. Verwirrt das mein Kind nicht total?
  5. Mein Kind wünscht sich seit langer Zeit, dass wir wieder zusammen sein sollen. Immer wieder. Was soll ich bloß noch sagen?

Folge 3 - Mein Kind leidet unter der Trennung

  1. Mein/e Ex redet schlecht über mich vor unserem Kind. Was soll ich bloß tun? Mein Kind ist regelmäßig aggressiv, wenn es aus dem Wochenende zurück kommt.
  2. Manchmal sagt mein Kind: Du bist doof, bei Papa oder Mama ist es viel besser. Das tut mir sehr weg und ich zweifle an meinen mütterlichen/väterlichen Fähigkeiten. Warum ist das so ungerecht, wo ich doch den ganzen Alltag gestalte? Der Ex oder die Ex bekommt gleich viel Liebe.
  3. Mein Kind hat angedeutet, dass es sich schämt, dass es nicht mit Mama und Papa aufwächst. In der Klasse sind wenige Scheidungskinder. Wie kann ich meinem Kind helfen?
  4. Wann kann ich meinem Kind einen neuen Partner vorstellen?
  5. Wie kann ich meinem Kind vermitteln, das die Liebe zwischen Mama und Papa vergangen ist, aber die Liebe zu ihm (dem Kind) niemals enden wird? 

Shownotes von Gundula Göbel: 

Webseite: Gundula Göbel

Buchempfehlung: 

YouTube 


Podcast: (direkt hier hören oder bei iTunes, iOs oder Stitcher, Android kostenlos auf dein Smartphone abonnieren)

12 Kommentare

  • Liebe Alexandra und Gundula,
    Vielen Dank für diese tolle Podcast- bzw. Video-Serie! Ich freue mich schon sehr auf die nächsten 2 Teile!
    Ich werde versuchen einige der Vorschläge mit meinem Ex-Freund zu besprechen, um der Sehnsucht unseres Sohnes ein wenig entgegenzuwirken. Er geht nämlich eher ungern zum Vater und vermisst mich sehr wenn er dort ist.
    Da ich diejenige war die sich getrennt hat, ist mein Ex-Freund sauer und frustriert und leider muss unser Sohn das öfters mal ausbaden, was mich wirklich traurig macht. Wie Gundula schon sagt, erscheint es uns öfters mal wie wenn der Elternteil etwas gegen das Kind tun würde, aber oft hat er/sie Probleme mit dem/der Ex-Partner und tut sich einfach unheimlich schwer. In meinem Fall hat sich die Kommunikation mit dem Kindesvater extrem verschlechtert und die Kooperationswilligkeit ist extrem gesunken seitdem ich einen neuen Partner habe...
    Nun, ich warte gespannt auf die Fortsetzung und werde mir noch weitere deine Aufnahmen anhören.
    Vielen Dank!
  • Mein Sohn ist jetzt 12 und bis er 11 war habe ich es für richtig gehalten nie schlecht über seinen Vater zu reden. Zumindest nicht vor meinem Kind. Sein Vater hat sich nie wirklich um ihn gekümmert. Seit 12 Jahren sind wir alleine und um alles habe ich kämpfen müssen. Es macht mich schon etwas wütend das von mir scheinbar erwartet wird die Abwesenheit des Vaters schon zu reden. Ja für meinen Sohn war das wichtig aber ich hatte immer ein schlechtes Gewissen, Angst um ihn und den Verdacht das ich meinen kleinen damit Schutzlos lasse. Zumal Kinder auch sehr feine Antennen haben für solche Inneren Widersprüche und das nicht dazu beigetragen hat das mein Sohn sich mir in diesem Thema offen fühlte. Bis vor einem Jahr als er die Initiative ergriff um Kontakt zu seinem Vater zu bekommen. Er ließ ihn auflaufen und mir wurde von seiner Mutter mitgeteilt das sie eigentlich gehofft hatte mit einem neuen Partner an meiner Seite käme das Interesse an ihrem Sohn von Lion gar nicht erst auf. Es kam zum Streit und klare Grenzen meiner Seits würden gesetzt. Lion hat davon nichts mitbekommen aber ich wollte das sie wissen das die Art wie sie mit Lion umgehen und ihre Heimlichtuerei, ihn als Problem behandeln das auf Abstand gehalten werden soll, für ihn mehr wie nur einfach verletzend ist. Lion hatte fragen danach und ich Sorge das er auf seinen Schultern eine Verantwortung trägt die ihm schaden könnte also stellte ich mich seinen Fragen wobei alles rauskam. Um ehrlich zu sein hatte ich den Eindruck das es ihm half zu verstehen warum die Situation jetzt ist wie sie ist und er damit aufgehört hatte sich zu fragen was er falsch gemacht hat oder was falsch an ihm ist. Ich wollte das er weiß das er super ist und mutig und zwar genau so wie er ist. Ich könnte es aber nicht mehr zulassen das zu Gunsten des Vaters Lion unter unseren Problemen verschütt geht und ich wollte es schon gar nicht zulassen das mein Sohn und seine Hoffnungen missbraucht wird. Und genau da wäre ich mit solchen Äusserungen wie " Ich glaube..." sehr vorsichtig. Als Mutter ist es nicht meine Aufgabe mich selbst zu Gunsten des Vaters zu verleugnen.
    Lion kommt seit dem Gespräch viel besser mit Umstand klar das sein Vater nicht in seinem Leben ist und hat angefangen sich auf sich zu konzentrieren und meine Freunde und Familie stehen um ihn immer bereit IHN zu unterstützen und zu schützen unabhängig ob er um den Kontakt zum Vater kämpfen möchte oder nicht. Wir sind für IHN da.
  • Liebe Sarah,
    danke für deinen Kommentar und Erklärung. Wie wir im Video bereits sagten, ist es nicht immer für jede Situation passend und übersetzbar. Gundula hat ja auch sehr klar gesagt, dass sie für den ehrlichen Weg ist. Alles Gute für Euch Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,
    ich finde es großartig wie Du die Themen auswählst, Dir Unterstützung von anderer Stelle dazu holst für eine Vertiefung - die emotionale Seite dieser ganzen Themen ist so unendlich tiefgehend, mir nimmt es viel von meiner eigenen Unsicherheit, bestätigt mir, dass ich mit meinen Zweifeln oft richtig liege und zeigt mir Wege auf Dinge auch einmal anders zu sehen. Einen ganz ganz herzlichen Dank, dass Du das alles machst! Es ist eine wirkliche Hilfe und zeigt, dass ich nicht alleine bin mit meinen wirren Emotionen und Gedanken.
  • Liebe Claudia,
    danke dir für deine Worte. Schön, wenn du viel für dich mitnehmen kannst und es den Blick verändert. Geht mir auch immer wieder so. Und allein bist du erst Recht nicht damit :). VG Alexandra Widmer
  • Vielen Dank für diese tolle, hilfreiche Podcast-Folge. Zum Thema "Sehnsucht nach dem anderen Elternteil": wir geben unserem Kind meist ein ungewaschenes T-Shirt oder Schlafanzugoberteil mit. Damit kann es dann beim Einschlafen kuscheln und fühlt sich durch den Duft dem abwesenden Elternteil nahe. Klappt ganz gut.
  • Liebe Anit,
    danke für deinen Tipp. Das geht auch! LG Alexandra Widmer
  • Ach Mensch, hätte ich mal bis zu Ende gehört, dann hätte ich schon gehört, dass meine Fragen in der nächsten Folge kommen. Super! Wann ist die Folge denn geplant?
  • Liebe Judith, vielen Dank! Wir freuen uns über deine Weiterempfehlung. Die nächste Folge ist in 3 Wochen. Nach dem Urlaub von Gundula Göbel. Viele Grüße
    Alexandra Widmer
  • Liebe Alexandra,

    es war schön zu hören, in dem Podcast, dass ich doch einige Sachen instinktiv richtig mache. Mein großer Sohn hat schon immer ein Foto von uns in seinem Zimmer (allerdings sind wir da alle 3 zusammen drauf - geht hoffentlich auch?). Sein Vater sollte einen Platz haben. Das mit den Bildern anschauen im Fotoalbum handhabe ich so mit beiden Kindern. Mein kleiner Sohn, der seinen Vater nicht oft gesehen hat, hat viel gefragt und ich dachte mir, ja, was kann ich tun? Da ist mir das Album eingefallen. So weiß auch er, dass er einen Vater hat und der Vater kann so auch seinen Platz einnehmen (virtuell sozusagen). Das Thema mit der Wut, hat mich selbst jahrelang beschäftigt. Ich fand es hilfreich zu wissen, dass Jungs noch mehr wütend sind als Mädchen, wobei vielleicht zeigen sie ihre Wut einfache eher und die Mädchen passen sich mehr an? Was hätte ich vor Jahren, als mein Großer klein war dafür gegeben um dieses Wissen. Ich denke, er hat unheimlich gelitten unter dem Trennen bei der Übergabe und ich konnte seine Wut oft schlecht aushalten und wußte auch nicht damit umzugehen (habe mich tatsächlich auch angegriffen gefühlt, weil ich dachte, warum macht er das bei mir (Schreien, Weinen, Schimpfen) und beim Vater nicht?). Ich finde, und das habe ich schon an anderer Stelle geschrieben, dass es zu wenig Anleitung im Umgang mit der Wut gibt. Ich habe selbst in Weiterbildungen und auch in der Beratung (ich als Klient) erlebt, dass mit Wut destruktiv umgegangen wird in dem Sinn, dass sie nicht sein darf oder negativ bewertet wird. Wenn ich aber selbst nicht weiß, wie ich damit umgehen soll und was dahinter steckt, wie soll ich es dann meinem Kind beibringen oder diese bei meinem Kind aushalten? Ich habe da viel gelitten und auch viel dazu gelernt (z. B. durch Dein Buch). Ich schäme mich auch meiner Wut nicht mehr so sehr und ich kann sie bei meinen Kinder auch meistens aushalten. Aber der Weg dahin war lang und es hängt auch von meiner Tagesform ab. Das man nicht schlecht über den anderen Elternteil reden sollte, da bin ich ganz bei Euch. Aber es lässt sich in der Realtität nicht zu 100 % umsetzten, weil man einfach als Eltern auch nur ein Mensch ist.

    Herzliche Grüße, Claire
  • Liebe Claire,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Na klar sind wir auch nur Menschen und da du mein buch ja kennst, weißt du auch wie ich dazu stehe. Es ist normal nicht immer vorbildlich zu sein. Dennoch darf es keine Entschuldigung sein und wir sollten dran bleiben uns weiterzuentwickeln. Und das tust du wunderbar. Liebe Grüße
    Alexandra Widmer
  • Wow, Dankeschön!
    Da war ja wirklich viel drin. Besonders wichtig war für mich der Punkt, dass mein Kind ja nur deshalb mit seiner Wut zu mir kommt, weil es mir vertraut und weiß, dass ich dann immer noch da sein werde. Denn wie ihr auch sagt, es ist wahnsinnig schwer auszuhalten, dass man zu hören bekommt, dass man alles falsch macht und eine blöde Mama ist... Und das insbesondere bei Jungs Wut eigentlich auch Trauer sein kann, die sich aber in dieser Form äußert.
    Und ja, es ist so unendlich wichtig, dass man für sich selbst sorgen muss - das ist das was den Unterschied macht, was aber wirklich schwierig ist, wenn man alleinerziehend ist.
    Was mich auch interessieren würde, ist, was mache ich denn, wenn das Kind eigentlich gar nicht nach dem Papa fragt? Und das Thema eher abblockt oder sich vielleicht auch nicht traut zu sagen, was es fühlt oder denkt?

Was denkst du?

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