14 Gründe, warum du als Alleinerziehende keinen neuen Partner findest

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Was du dagegen tun kannst. Und mein Geständnis.

Früher oder später findest du noch den Richtigen.

Diese Nachricht bekam ich am Morgen des 16.11.. Wie du dir denken kannst, war das nicht die Antwort die ich mir erhofft hatte. Ich schluckte und beschloss das Thema Mann auf lange Sicht aus meinem Leben zu streichen.

Einen Tag später buchte ich für mich eine 5-tägige Reise. Ich war mir sicher allein zu fahren. Im Anschluss daran hatte ich noch eine letzte Idee für einen Mann, der nicht in meinem Leben existierte.  Doch dazu weiter unten im Artikel.

Kein neuer Mann in Sicht

Du gehst in deiner knappen Zeit aus oder meldest dich online in einer der vielen Partnerbörsen an. Das eine oder andere Mal triffst du dich mit einem Mann. Hast eventuell mal wieder Sex. Um am Ende festzustellen, dass es wieder nichts Gescheites war. Irgendwo hakt es immer.

So ähnlich ging es mir auch. Und ich fragte mich woran das liegt.

Eine Trennung mit Kind hinterlässt meist andere Spuren, als das Ende einer Beziehung ohne Kind. Diese Erfahrung prägt dich und es können neue, teils bewusste und unbewusste Überzeugungen entstehen, die eine neue Liebe in deinem Leben verhindern können.

14 Gründe, warum du keinen Partner findest

Ich möchte dir nun 14 mögliche Gründe vorstellen, warum du als Alleinerziehende möglicherweise noch keinen neuen Partner gefunden hast.

1. Die guten Männer sind alle vergeben und verheiratet.

Wenn du das denkst, generalisierst du. Wie? Mit dem Wort alle. Nein, es nicht alle guten Männer vergeben und verheiratet. Auch die Guten lassen sich scheiden. Es sind einige gute Männer und einige schlechte Männer, die vergeben und verheiratet sind. Aber niemals alle.

2. Wer will mich denn mit Kind bzw. Kindern?

Einen Gedanken, den ich auch nur zu gut kenne. Welcher Mann will sich eine Frau mit Kind ans Bein binden? Tatsächlich hat mir mal ein Mann gesagt, dass er gerne nur eigene Kinder haben wollte. Doch er war eine absolute Ausnahme unter sehr vielen Männern, mit denen ich über das Thema gesprochen habe.

3. Ich habe das Vertrauen in die Männer verloren.

Wer betrogen wurde oder andere unangenehme Erfahrungen gemacht hat, der vertraut nicht mehr so leicht. Als ich diese Aussage vor längerer Zeit einer sehr weisen Frau gegenüber zum Ausdruck brachte, fragte sie mich nur eine Frage: Vertraust du dir denn schon wieder? Eine Frage dich mich lange beschäftigt hat.

4. Wann soll ich mich denn noch um einen Mann kümmern?

Ich habe doch jetzt schon keine Zeit für mich. Vielleicht hast du kinderfreie Zeiten, vielleicht auch nicht. Fakt ist, dass Zeit für sich selbst, ein hohes Gut ist. Insbesondere dann, wenn du in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht hast, du musst den Mann auch noch versorgen.

5. Ich brauche keinen Mann.

Die Liebe meines Kindes, meiner Familie und Freunde reicht mir. Wenn du diese Aussage bewusst triffst, wird dich dieser Artikel nicht wirklich interessieren. Ich kenne einige Frauen denen es so geht. Nach einer  Trennung mit Kind eine Zeit lang inne zu halten, tut vielen Frauen und Männern gut.

6. Ich habe es nicht verdient wieder glücklich zu sein.

Ich habe mich damals getrennt und noch immer ein schlechtes Gewissen. Vielleicht bin ich beziehungsunfähig. Ich will nicht wieder einen anderen Menschen und dann auch noch meine Kinder unglücklich machen.

7. Ich habe Angst wieder verletzt zu werden.

Ja, diese Angst ist berechtigt und ja, es kann wieder passieren. Es gibt keine 100 % Sicherheit, dass nie wieder eine Trennung passieren wird.

8. Sie wollen doch alle nur eine Affäre oder den schnellen Sex.

Es gibt Männer die suchen eine Affäre oder den schnellen Sex. Doch sicher nicht alle. Falls du immer wieder auf solche Männer triffst, empfehle ich dir im Anschluss diesen Artikel: Du bist alleinerziehend und Geliebte?

9. Wozu brauche ich einen Partner?

Ich schaffe es mittlerweile doch alles alleine. Du hast gelernt einen Schrank aufzubauen, einen Tannenbaum zu schlagen oder allein mit Kind in den Urlaub zu fahren? Du kannst dich nicht mehr erinnern wie es ist, von einem anderen Menschen im Arm gehalten zu werden. Das Gefühl dafür ist verloren gegangen.

10. Wo soll ich denn einen Mann finden?

Ich kann kaum ausgehen. Um mich herum sind alle verheiratet und glücklich. In meiner Umgebung gibt es keine Möglichkeiten. Schon gar nicht in meiner Altersgruppe.

11. Im Internet gibt es nur Verrückte.

Das ist nicht meine Welt. Ich habe schon mal schlechte Erfahrungen gemacht. Doch es wird wahrscheinlich kein passender Mann vor der Tür stehen, wenn du am Abend auf das Kind aufpassen musst. Es gibt sicherlich kuriose Personen im Internet, aber nicht nur. Glaube mir. 😉

12. Ich will meinem Kind eine neue Trennung ersparen.

Nicht nochmal. Das würde mein Kind und ich nicht ertragen. Dann warte ich lieber bis es in der Pubertät ist. Bis dahin wird es einfach nichts. Die 7 Jahre halte ich auch noch durch. Wirklich?

13. Was ist, wenn ein neuer Mann und mein Kind sich nicht verstehen?

Dann lass ich es lieber gleich. Stimmt, dass Risiko besteht. Meiner Erfahrung nach übertragen sich die Bedenken der Eltern häufig auf die Kinder und man bekommt das vorhergesagte Ergebnis präsentiert.

14. Patchwork? – Ist das nicht zu komplex?

Nein, dass möchte ich nicht. Es erfordert sicherlich eine hohe Flexibilität und Toleranz bei allen Beteiligten. Mehr dazu in dem tollen Podcast von Melanie: Was du unbedingt über die Patchwork-Familie wissen solltest. 

Und nun?

Und nun fragst du dich jetzt. Ich weiß das alles. Doch ändern kann ich es nicht. So denke ich nun mal.

Mir geht es bei dem einem oder anderen Punkt nicht anders. Doch ich möchte dich einladen einmal inne zu halten und dich folgendes zu Fragen:

  1. Was gewinne ich, wenn ich an diesen Grund bzw. Gedanken weiter festhalte?  Wie wird sich mein Leben weiterentwickeln, wenn ich einen der oben genannten Gründe für mich bewusst oder auch unbewusst zu einer festen Regel mache?
  2. Was verliere ich, wenn ich diesen Grund bzw. Gedanken aufgebe?  Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich trotz vieler Befürchtungen einen neuen Schritt gehe? Was für neue Erfahrungen wären möglich?

Meiner Ansicht nach beinhalten alle Gründe einen gemeinsamen Kern:

Und zwar die Angst wieder zu Scheitern und verletzt zu werden.

Was sollst du jetzt tun?

Ich bin der Ansicht, dass es nicht sinnvoll ist zu 100 % deine Gründe/Gedanken aufzugeben. Sie geben dir einen Schutz. Zu Beginn bitte nur zu 30 %. Stell dich mutig deiner Überzeugung. Eine Änderung ist nur dann möglich, wenn du dich traust NEUE Erfahrungen zuzulassen.

Du entkräftest deine Überzeugung nur durch neue Erfahrungen mit einem Mann.

Und auch da ist es möglich wieder auf die Nase zu fallen. Doch eine andere Chance, als immer wieder in den Ring zu steigen gibt es nicht.

Mein letzter Versuch (30 %): Die Liste

Bevor ich am 17.11. das Kapitel Mann beenden wollte, lenkte ich meine Aufmerksamkeit das erste Mal auf die Eigenschaften, die ich mir bei einem Mann wünschte. Ich schrieb meine Liste und pinnte sie mir an die Wand.

Am nächsten Morgen hatte ich eine E-Mail in meinem Postfach. Von einem fremden Mann. Sein Text war grandios und das Bild war ansprechend. Hört sich verrückt an – war aber so.

Da ich ab und an freie Zeit durch meine Mitbewohnerin bekomme, saß ich 10 Stunden später in einer Bar. Mein Level an Erwartungen lag bei Null. Ich kenne die oben genannten 14 Gründe zu gut.

Und dann machte es BUMM. 🙂

Ich hatte es nicht mehr für möglich gehalten.

Mein Schwimmabzeichen

Seitdem mache ich gerade mein Seepferdchen. Es gibt ein Zitat das heißt:

Man kann in der Enttäuschung  ertrinken oder lernen darin zu schwimmen.

Ich würde es gerne umformulieren.

Ich kann in der Angst ertrinken oder lernen darin zu schwimmen.

Mittlerweile kann ich schon fast eine ganze Bahn schwimmen. Doch es wird noch dauern bis ich richtig untertauche und den Ring vom Beckenboden hole.

Ich bin in diesen Mann verliebt und denke doch immer wieder, dass ich untergehe. Aber ich möchte wieder schwimmen lernen. So richtig. Mich dem Wasser und seiner Liebe hingeben. Vom 5 Meter Brett springen und eine ganze Bahn tauchen. Mit ihm.

Denn das ist die Liebe wert und dieser Artikel ein weiterer Schritt für mein Schwimmabzeichen.

Was sind deine hinderlichen Gedanken? Oder berichte von deinen positiven Erlebnissen, trotz vorheriger Bedenken. Bitte schreibe in den Kommentaren deine Meinung.

Vielen Dank, wenn du bis hier gelesen hast. Du machst mir eine große Freude, wenn du diesen Artikel teilst. 

Alles Gute für dich und deine Liebe. Du hast sie verdient!

Alexandra

P.S. Nur wenn es mir gut geht, geht es auch meinem Kind gut.

P.P.S. Ich habe eine 2. Person zu der Reise dazu gebucht.

Bild (C) Solisimages

 

38 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Alexandra,
    zu diesem Thema möchte ich gerne meine Erfahrung mitteilen.
    Ich bin seit neun Jahren alleinerziehend. Nach der Trennung vom Kindesvater habe ich ein paar Jahre lang immer wieder verschiedene Anläufe versucht, mich wieder auf Beziehungen einzulassen – diese Versuche sind hässlich gescheitert.
    Erst als ich mich mit meinen eigenen Glaubenssätzen auseinandergesetzt habe (den einen oder anderen erkenne ich in deinem Text wieder), konnte ich ausmachen, was für mich wichtig in einer neuen Beziehung wäre und damit auch Frieden schliessen, dass ich eben keinen Partner habe.
    Ich habe für mich entschieden, dass ich meine Kraft und Energie für mich und mein Kind brauche. Und vor allem habe ich angefangen mein Leben nach meinen Vorstellungen und Wünschen zu leben und alles zu tun, was mir gut tut und was ich „schon immer machen wollte“, wie z.B. Wellenreiten lernen, weniger arbeiten und dafür mehr Kunst machen, mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen… egal was andere Menschen dazu gedacht oder gesagt haben. Kurzum: das Leben geniessen, Dankbar sein für alles, was ich habe und dem Leben Vertrauen, dass alles zum richtigen Zeitpunkt kommt und mein Glück nicht davon abhängig zu machen, ob ein Mann in meinem Leben ist oder nicht.
    Seit vielen Jahre lebe ich wirklich glücklich in meinem Leben und habe aufgehört unglücklich zu sein über Dinge, die ich nicht habe.

    Vor eineinhalb Jahren tauchte ein Mann auf – welch ein Schreck!
    Ich stand vor einem idiotischen Dilemma: ich mag mein Leben so wie es ist! Bloss nichts ändern! Wie soll das gehen?! Ich habe doch keine Zeit für einen weiteren Menschen!!! 😀
    Allerdings wären doch Schokostreusel auf der Kirsche auf dem Sahnehäubchen auch schön… Also neues Abenteuer. Einlassen, Vertrauen gewinnen, die Dinge gelassen, unaufgeregt und vor allem: LANGSAM wachsen lassen!
    Es hat ein dreiviertel Jahr gedauert, bis wie offiziell ein Paar waren und ich auch mein Freund mit meinem Sohn bekannt gemacht habe. Meine wichtigste Maxime war: ich muss mich wohl und sicher fühlen und dann erst kann ich mein Sohn mit dazu nehmen. Nichts überstürzen.
    Auch: es ist eine neue Art von Beziehung, eine, die ich so noch nie geführt habe. Ich brauche sehr viel Raum für mich und dementsprechend muss mein Partner das aushalten bzw selbsständig genug sein, um sich nicht „vernachlässigt“ zu fühlen.
    Ich wollte kein „Ersatz-“ oder „Stiefvater“ für mein Kind. Wenn da eine Beziehung entsteht, dann werden die Beiden diese auch für sich definieren müssen.
    Bisher läuft alles sehr gut und das Leben hat mir wieder gezeigt, dass man nie wissen kann, was passieren wird… und trotz aller Liebe und Dankbarkeit für die schönen Momente mit diesem Mann: falls das vorbei sein sollte, steht mein Leben immer noch unberührt da.

    Für mich sind mein fester Stand in meinem Leben, Erwartungen beiseite lassen und schauen was wirklich da ist, geniessen und Zeit lassen das „Rezept“, mich auf das neue Abenteuer einzulassen. 🙂

    Herzliche Grüße, V.

    1. Liebe V.,

      vielen Dank für diesen wunderbaren und berührenden Kommentar. Ich würde sagen, so darf es sein :). Sich Zeit nehmen, erst allein und dann zu zweit ist der Schlüssel.
      Jede Beziehung nach der Familie 1.0 wird immer anders sein. Und das darf sie auch. Alles Liebe und Gute für Dich und Euch Alexandra

  2. Liebe Alexandra,

    ich gönne Dir dieses Glück von Herzen. Genau so, bitte weiter machen*- mit deinem Glauben an die neue Liebe und dem Ausschalten des dämlichen Angstknopfs. Wer weiß, wann man mal wieder die Gelegenheit hat dieses Glück so zu empfangen.
    Ich lese deinen Blog voraussichtlich seit Beginn, immer wenn ich es zeitlich schaffe- und danke Dir. (meine Mutti gab mir einen Zeitungsartikel) Einmal haben wir miteinander telefoniert, zu mehr habe ich es dann nicht geschafft. Vieles konnte ich in meinen Ansichten – wenn der Angstknopf an ist- wieder finden von den 14 Punkten. Aber Du hast so recht. WAS bringt einem diese Art zu denken? Nichts! Deswegen ist dein Blog Goldwert, weil man mal wieder einen Anstoß erhält, die Dinge von anderer Seite zu beleuchten- Ist doch klar, dass ich jetzt einen großen Zettel nehme und erst einmal anfange diesen zu füllen 🙂 Wenn er mal nicht zu lang wird.
    Also bitte weiterhin authentisch bleiben.
    Viele Grüße S.
    * auch mit dem Blog
    ** mir fällt auf, dass ich mich dann doch bei einer dieser dämlichen Seiten anmelden muss- schrecklich!
    *** der Artikel mit den Kindern an deinem Grab war verdammt gut

  3. Bei welcher Single Börse hast dich denn angemeldet?
    Ich hatte meinen Ex-Mann bei neu.de kennen gelernt. Und wie du richtig vermutest, haben Partnerbörsen seitdem einen fahlen Beigeschmack bei mir hinterlassen. Ich würde auch gerne wieder nach vorne blicken und fühle mich bei deinen 14 Gründen gnadenlose ertappt. Erst letzte Woche sagte ich zu einem Freund am Telefon: „Alle guten Männer sind vergeben. Mir bleibt nur übrig häufiger auf dem Friedhof mit meinem Baby Spazieren zu gehen, um nach Witwern Ausschau zu halten. Männer, die mit Ende 30 noch keine eigenen Kinder haben, wollen auch keine.“

    1. Liebe Kristina,

      danke für deinen Kommentar. Das du einen fahlen Beigeschmack hast, kann ich gut verstehen. Dein Partner ist verstorben? Das tut mir sehr leid.

      Es war Finya. Hätte ich auch nicht für möglich gehalten.

      Alles Gute für dich!

      Alexandra Widmer

    2. Liebe kristina,
      Das finde ich ein bisschen zynisch, aauch wenn ich verstehe was du meinst, denn es gibt unglaublich viele bindungsunwillige Männer da draußen. Ich bin seit fünf Jahren alleinerziehend und habe mich dann in einen verwitweten mann verliebt. Ich denke du machst dir kein Bild von diesem Schmerz und auch nicht von den Herausforderungen für eine neue Beziehung. Bei uns hat es viele Klippen zu umschiffen gegeben, aber es hat sich gelohnt. Meine Kinder ziehe ich übrigens trotzdem allein groß, er hat selbst welche (scjon groesser) und will nicht mehr von vorn anfangen. Warum ssollte ein Witwer da anders ticken als ein geschiedener mann?
      Es gibt hier keine einfachen Lösungen, gezielt auf Witwer Jagd zu gehen ist jedenfalls keine. Ich wünsche dir viel Glück und alles Gute

      1. Liebe BG,

        ich denke auch, dass die Situation sehr herausfordernd ist. Für alle. Die meisten bleiben nach wie vor alleinerziehend. Familie oder Beziehung 2.0 ist und bleibt einfach anders und hat neue Qualitäten. Ich wünsche dir alles Gute für Euch

        Viele Grüße Alexandra Widmer

  4. Liebe Alexandra,
    ich freue mich sehr für dich. Ich bin sehr glücklich ohne Mann und ich lasse mich überraschen wie lange es so bleibt. Wenn ein Mann schon Kinder hat kann er direkt weiter ziehen. Ich hätte kein Problem mit fremden Kindern ich habe nur keine Lust auf eine fremde Frau und die Diskussion(en) was die Kinder dürften oder nicht.
    Wenn ein Mann in mein Leben tritt dann muss er wissen er wird nie nur nr. 1 sein und er muss sich mit meiner Tochter verstehen sondt wünsche ich ihm direkt ein schönes Leben 😉

  5. Liebe Alexandra,

    dir ist ein sehr schöner und liebenswerter Artikel gelungen, in dem du sehr gut das Problem beschreibst und auch die einzige richtige Lösung anbietest.

    Unsere Angst ist als Wegbegleiter sehr wichtig, sie bereitet uns auf evtl. Gefahrensituationen vor und schärft unsere Sinne. Aber wird sie zu stark, so lähmt sie uns nur und unser Leben erstarrt. Du hast völlig recht damit, dass wir immer den Mut aufbringen müssen um den wesentlich stärkeren Gefühlen wie Liebe auch zu folgen. Natürlich ist das gefährlicher als nichts zu tun, aber wenn wir unsere gesunde Angst für uns nutzten um z.B. zwischen Menschen die uns gut tun und welche die uns nur schaden zu unterscheiden, dann leben wir und und unser Leben dreht sich in die richtige Richtung..so wie es dein Leben getan hat!

    Ich finde es bei einem neuen Partner immer wichtig zwischen der Person und in welcher Situation sie sich befindet zu unterscheiden..ja viele Menschen haben viele schlimme Baustellen aber sie sind keine! Sie sind meistens nur verängstigte Menschen denen leider ihre Umwelt böse mitgespielt hat, ihnen nicht beigestanden und ihnen nicht geholfen hat. Sie trauen der Welt nicht mehr und erstarren vor Angst.

    Ich freue mich sehr darüber, das du so mutig und treffend diese Themen in deinem Artikel ansprichst. Du hilfst damit sicherlich anderen sich wieder zu bewegen und sich auf die Reise zu machen und das ist sehr sehr schön! Es tut so gut zu sehen das es Menschen wie dich gibt….

  6. Liebe Alexandra,
    ich freue mich für dich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gute Männer immer dann ins Leben treten, wenn man gar nicht danach sucht und sie sogar oft gar nicht gut „gebrauchen“ kann. Das habe ich nicht nur bei mir beobachtet sondern auch bei diversen Freundinnen. Beispiel: Eine Freundin hatte sich eine tolle, eigene Wohnung eingerichtet, für viel Geld renoviert, weil sie war der Meinung, dass sie dort ein paar Jahre allein leben würde. Und was passierte? Kaum eingezogen, lernte sie Mr. Right kennen und musste leider aus Platzgründen wieder ausziehen.
    Ich lasse es immer auf mich zu kommen…natürlich kann man wenn die Sehnsucht groß ist, da ein bisschen nachhelfen. Doch wenn die Zeit reif ist, kommt er so oder so. Da bin ich mir ganz sicher, Hauptsache man ist offen und kann es zulassen.
    Liebe Grüße – Gina.

    1. Liebe Gina,

      dem kann ich zustimmen. Doch auch wenn man denkt, ich kann mich einlassen, kommen häufig neue unbewusste Hürden zu Tage. So meine Erfahrung. Doch einen anderen Weg gibt es nicht…..

      Alles Gute für dich

      Liebe Grüße Alexandra 🙂

  7. Liebe Alexandra,
    danke für Deine Offenheit und Dein „Geständnis“. Obwohl ich finde, da gibt es gar nichts zu gestehen- Du hast es doch verdient, glücklich und verliebt zu sein!
    Ich habe mich schon ein halbes Jahr nach der Trennung auf eine neue, für mich zu diesem Zeitpunkt auch unerhoffte (Wochenend)-Beziehung eingelassen, in der ich nun seit fast 5 Jahren lebe.
    Und ja, es gibt dadurch neue Hürden zu überwinden, man macht sich wieder verletzlich, muss wieder Kompromisse eingehen, ich habe noch weniger Zeit für mich allein und: Ich bin und bleibe alleinerziehend.
    Aber da ist eben auch jemand, mit dem ich die schönen Momente im Leben teile, an den ich mich mal anlehnen kann, der sich für mich interessiert. Diese Beziehung läuft ganz anders als die erste; wir teilen nicht unsere komplettes Leben miteinander. Das hat einen unglaublichen Vorteil: An Wochenenden, die meine Tochter beim Papa verbringt, sind wir „nur“ Paar und können tun oder lassen, wonach uns der Sinn steht. Welche Eltern in „normalen“ Familien mit Kindern unter 18 Jahren haben das schon??
    Trotzdem kann ich die 14 Hinderungs-Gründe sehr gut nachvollziehen; auch mich holt der eine oder andere Gedanke daraus immer wieder mal ein und teilweise sind sie ja auch wirklich berechtigt. Schwierig wird es, wenn das Herz sich schon gern einlassen möchte; der Kopf dem aber mit solchen Gründen im Weg steht.
    Sind die Gründe auch ehrlich im Herzen verankert, haben sie wohl ihren tieferen Sinn und dienen wirklich zu unserem Schutz.
    Auch ich habe immer wieder Angst, nochmal so verletzt und enttäuscht zu werden. Nur, wie ist das denn mit unseren Kindern? Besteht nicht auch da die Gefahr, dass sie uns, wenn sie erwachsen sind, mal tief verletzen und enttäuschen? Manche Kinder brechen irgendwann einfach so den Kontakt zu ihren Eltern ab, alles mögliche kann passieren: Hören wir deshalb heute schon auf, sie zu lieben oder lassen wir uns nicht auf sie ein, um uns selbst zu schützen?
    Nein, wir gehen das Risiko ein.
    Schwimmen können bedeutet nicht, nie unterzugehen, sondern immer wieder zum Luftholen hochzukommen.
    Alles Liebe für dich, und danke für starkundalleinerziehend!
    Tina

    1. Liebe Tina,

      danke für diesen wundervollen Kommentar. Ich kann deinen schönen Worten gar nicht mehr hinzufügen…außer ein großes DANKE! Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute …

      Beim Schwimmen und Luftholen.

      Viele Grüße Alexandra

  8. Liebe Alexandra, thematisch wieder mal ein Volltreffer! Ich bin erstaunt, wie viele „aufgeräumte“ Frauen hier schreiben, die sich mit dieser Thematik offensichtlich schon intensiv auseinandergesetzt und die richtigen Schlüsse gezogen haben. Toll! An mich wenden sich viele Alleinerziehende, die noch sehr „fest“ sind und für die es sehr schwierig ist, Glaubenssätze über Bord zu werfen und daran zu glauben, dass es „gute“ Männer gibt. Auch deshalb schön, dass du dieses Thema mit persönlicher Note würzt – Authentizität kommt doch immer wieder am besten an und ist am überzeugensten! Schön ist ja auch, dass KEINER von uns Mädels frei von dem ein oder anderen Glaubenssatz ist. Jeder kämpft seine ganz persönlichen Fehden. Und überkommt diese hoffentlich….:) Herzliche Grüße, Dagmar

    1. Liebe Dagmar,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich glaube, dass eher die, die schon klarer sind hier kommentieren. Die anderen denken erstmal nach. Meine Vermutung. Ich habe dieses Thema mit „mir“ gewürzt, da ich ein Gefühl vermitteln wollte.

      Das wir trotz der Bedenken weitergehen können und es jeden Menschen unheimlich viel abverlangt.

      Wenn du möchtest, lade ich dich gern in meinen Podcast ein. Fände ich sehr spannend.

      Viele Grüße Alexandra

  9. Liebe Alexandra,
    ein wirklich sehr schöner Artikel – danke Dir dafür!

    Bei mir wechseln sich Phasen des „Ich brauche jetzt erst mal Zeit für mich und um mich zu sortieren“ und „Jetzt wäre eine Beziehung schon sehr schön“ immer mal wieder ab. Und ja, wir richten uns doch in der partnerschaftslosen Zeit immer ganz heimelig ein – wie soll man da einen Mann noch unterbringen? Eins ist garantiert: Mr. Right passt immer!

    In meinen „Jetzt wäre eine Beziehung schon sehr schön“- Phasen war ich recht aktiv unterwegs in lokalen Partnerbörsen, und hatte zu 90% wirklich sehr schöne Gespräche und habe nette Männer kennengelernt. Aber man kann sich auch in eine „Oh, der ist jetzt aber wirklich nett“-Beziehung hineinphantasieren. Und Nettsein reicht nun mal nicht – und dann kann es sehr unschön für alle Beteiligten werden: Für mich, weil ich mich schäme, dass ich Jemandem Hoffnung gemacht habe, für meinen Bekannten, der das Gefühl des Abgelehntwerdens aushalten muss und nicht zuletzt für meinen Sohn, der den Mann sympathisch fand. Eine Trennung ist jetzt nicht mehr nur zweiseitig schlimm, sondern betrifft auch mein Kind. Also bin ich sehr viel vorsichtiger geworden und traue mir selbst nicht so ganz über den Weg, da ich mich schnell bei gegenseitiger Sympathie begeistere und die Ernüchterung dann auf dem Fuße folgt, wenn die Person nicht zu meiner Phantasie passt.

    Ich habe außerdem festgestellt, dass man sich zuerst selbst akzeptieren und lieben lernen muss. Erst wenn das im Lot ist, dann ist die eigene Aura offen für einen Partner.

    Im Moment bin ich noch in der „Jetzt erst mal wieder Zeit für mich“-Phase, und das ist ok so. Aber ich freue mich schon auf die Zukunft, denn allein werde ich bestimmt nicht bleiben…! 🙂

    Ich freue mich für Euer junges Glück, liebe Alexandra!

    Herzliche Grüße
    Heidi

    1. Liebe Heidi,

      schön ist, dass du so positiv dem entgegen schaust. Der Richtige Mann passt irgendwie immer. Weil er dich in dem was dir wichtig ist, nicht hindern wird, sondern dich unterstützt.

      Das mit der Selbstliebe ist bei vielen nach Trennungen mit Kind nicht so einfach. Doch darum mach ich hier dieses Seite, den Blog und alles was dazu gehört, um die Frauen dahin zurückzuholen.

      Denn jede hat die Liebe verdient!

      Dir alles Gute und wir hören 🙂

      Alexandra

  10. Liebe Alexandra,
    wie schön und vielversprechend..bitte halte Deine „Fangemeinde“ auf dem Laufenden, wie es mit „Mr. Right“ weiter geht 🙂
    Ich bin noch weit vom „Seepferdchen-Abzeichen“ entfernt, obwohl die Scheidung 2J zurück liegt und mein 13jähriger Sohn immer selbständiger wird! Interessanterweise holte sich mein Ex- noch vor der räumlichen Trennung damals sofort „Nachschub“ aus dem Internet- soll man ihn für seinen Mut loben oder das Klischee bemühen, dass Männer schmerzfreier sind und nicht gut alleine leben können?!
    Egal- ICH bin mittlerweile happy mit meinem ungebundenen Leben und gedenke, mit meinen 52J nie wieder faule Partnerschafts-Kompromisse einzugehen…
    Liebe Grüße und Dir ALLES GUTE
    Sabine

    1. Liebe Sabine,

      ich werde berichten …;) Zwei Jahre sind nicht viel und es braucht Zeit. Manche Menschen lenken sich sehr schnell ab. Sowohl Frauen als auch Männer.Früher oder später wird es aber auf sie zurückfallen und sie wiederholen die Fehler.

      Faule Kompromisse macht man irgendwann nicht mehr. Du hast es verdient den Richtigen zu treffen. Geh nicht darunter. Meist ist das immer wieder von Ärger gekrönt.

      Alles Liebe und Gute sendet dir Alexandra

  11. Liebe Alexandra, vielen Dank für deinen berührenden Artikel. Es freut mich sehr für dich!
    Auch ich hatte das Thema „Mann“ nach einigen Enttäuschungen aufgegeben. Und ich war 3 Jahre lang richtig glücklich als Single mit zwei Kindern! Nur körperliche Nähe zu einem Mann habe ich sehr vermisst… Es fand sich aber kein Mann, der diese mit mir teilen wollte, ohne sich gleich mit Haut und Haar auf mich und meine Kinder zu stürzen – oder er war noch mit seiner Frau zusammen. Schließlich fragte ich im Oktober letzten Jahres einen Freund, ob er sich vorstellen könne, mich mal eine Nacht im Arm zu halten. Ich war mir sicher, dass wir uns nicht ineinander verlieben würden. Es ist dann aber doch passiert und ich bin sehr froh darüber und sehr glücklich mit ihm. Für mich sind es die perfekten Voraussetzungen: Er ist zwar Vater, aber sein Sohn ist schon erwachsen. D.h. er versteht mich und meine Belange, was die Kinder angeht, aber wir müssen keine Rücksicht auf eventuelle Wochenend- und Urlaubsregelungen, Ex-Frauen u.ä. Rücksicht nehmen. Mir kamen die Tränen, als du den Vergleich mit dem Seepferdchen gezogen hast. Auch ich lerne das Schwimmen wieder neu, habe eine fürchterliche Angst, mich richtig fallen zu lassen. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, das Bronze-Abzeichen zu schaffen – mindestens :).
    Liebe Grüße von Anke

    1. Liebe Anke, danke für deine schönen Worte. Du machst das super. Schwimmen lernen dauert auch ….und richtig gut schwimmen erst recht. Das darf es auch nach so einer Zeit. Und dieses Schwimmen wird immer anders sein als das früher. Ich finde es viel schöner.

      Alles Liebe und Gute für Euch Alexandra

  12. Mein Mann hatte mich verlassen zu erst war ich traurig, studium begonnen kein Geld und ein 9 Monate altes frühchen Zuhause. Ich war nicht sauer ich war traurig und überlegte was ich falsch gemacht hatte. Ich versuchte ihn zurück zu bekommen Weihnachten feierten wir zusammen und hatten Sex dann kurz danach erfuhr ich er hatte sein Herz jemand anderen gegeben…plötzlich war ich seine Frau die andere. Da war er für mich gegessen und ich wollte nicht mehr so tief sinken… wollte eigentlich nicht unbedingt eine neue Beziehung eigentlich nur Spaß haben bei dem niemand verletzt wird. Da ich nur eine Nacht in der Woche kindfrei hatte und dies mein abend war versuchte ich es mit dem Internet und einer der ersten der mir schrieb ist nun seit 4.5 Monaten mein Freund er liebt mich und meine Tochter und er ist nicht perfekt aber er tut mir gut und das ist momentan alles was zählt obwohl wir schon Krisen hatten.

  13. Liebe Alexandra,

    ich möchte auch wieder mal etwas zu diesem tollen Artikel beitragen. Ich hatte diesen in meiner Tiefpunktphase übersehen – leider muss ich sagen – er hätte mir wenig genützt. Alle diese Ängste hatte ich – in meinem Bauch – der Kopf und Freund/e/innen sagten mir etwas anderes, aber ich hätte das nie glauben können. Man muss erst mal durch die Trauerphase durch und die Erkenntnis, dass man selbst für sein Leben verantwortlich ist, die kommt auch nicht über Nacht.

    Mittelerweile geht es mir und den Kindern hervorragend, ich habe ungefähr 10 freie Tage im Monat und wusste ich mir bis vor 4 Monaten nichts damit anzufangen, ist es jetzt so, dass ich mir aussuche mit wem und wie ich sie verbringen will.

    Ich habe keinen fixen Partner und will das im Moment auch gar nicht. Aber ich habe tolle Gespräche, Zeit, die ich mit lieben Menschen verbringe und ab und an auch tollen Sex…..Und, Leute, Männer sind auch nur Menschen…es geht auch ihnen nicht immer „nur“ darum….ich habe erkannt, es gibt verschiedenste Arten von Zuneigung, es ist nicht alles schwarz-weiß. Ich habe gelernt, die Grautöne zu genießen.

    Mr. Right war noch nicht dabei? Wen juckt´s, ich hab das Kommando und tu was mir gut tut….ich schätze die unterschiedlichsten Eigenschaften bei Männern und vor allem hab ich wieder zu mir selbst gefunden, ich mag mich selber wieder und das strahle ich auch aus….und ziehe Leute an, die mich mögen. Positive Gedanken wirken echt Wunder.

    Natürlich kann ich wieder mal in ein Loch fallen, das kann uns allen immer wieder passieren, getrennt, geschieden oder in einer Beziehung… Aber im Moment liebe ich mein Leben!

    Und an alle Ladies da draußen (ich wende mich jetzt nur an Frauen, nix für ungut, Alleinerziehende…aber mein Geschlecht ist nun mal weiblich): Ihr seid wer, ihr leistet eine Menge und ihr seid wundervoll und es wert geliebt, geschätzt und respektiert zu werden.

    Keep your head high!!

    Liebe Grüße
    Ingid

    1. Liebe Ingrid,

      ich bin total begeistert und finde es wunderbar wie du an die Sache ran gehst. Nicht jeder Artikel ist zu jedem Zeitpunkt das Richtige. Früher oder später kommt das Passende zu einem. Sei es ein Artikel oder ein lieber Mensch.

      Alles Gute für dich 🙂
      Alexandra Widmer

  14. Liebe Gleichgesinnte,

    ich bin Mitte 20 und alleinerziehend mit fast 4 jährigem Sohn. Ich kämpfe darum, mein Studium zu Ende zu finanzieren und lebe in einer 1 Zimmer Wohnung mit ihm. Alle meine engen Freundinnen sind seit einem guten Jahr oder länger im Job und haben feste Partnerschaften, die in einigen Jahren in Familien münden werden. Ich fühle mich manchmal von aller Welt verlassen, trotz meiner guten Freunde hier und Familie, die aber nicht in der gleichen Stadt lebt. Seit Jahren ist für mich kein Partner in Sicht und ich denke mir, dass es das vielleicht schon war. Da spielen mehrere Faktoren mit rein. Ich habe kaum Zeit zum Weggehen und wenn, bewege ich mich in meinem Freundeskreis, wo alle fest verbandelt sind. Mehr als ein Mal die Woche abends Sport bzw. Hobby für mich schaffe ich nicht, und auch da ist mir niemand begegnet. Ich finde Internet Partnerbörsen teuer und sehr merkwürdig.

    Ich bin es so leid zu hören, der Richtige würde kommen. Ich bin 26 und im besten Alter und habe so Sehnsucht danach, als Frau und nicht nur als Mutter und Freundin und Tochter und Schwester zu leben. Ich habe seit Jahren keinen Sex mehr gehabt. Ich fühle mich manchmal wie eine Blume, die verwelkt. Im Leben merkt mir niemand diese Gedanken an. Ich wirke offen, bin hübsch und lebensfroh, mache mein Studium sehr gut, mein Kind ist ein glücklicher kleiner Mensch trotz „armer“ Studenten Mama (er bekommt es mit fast 4 noch nicht so mit, dass er kein eignes Zimmer hat, kein Auto etc.) – und trotzdem fühle ich mich im Innern manchmal einfach nur leer. Ich bin stark und kämpfe mit guten Gedanken dagegen an, aber manchmal, so wie heute, gelingt mir das nicht.

    1. Liebe Blume,

      danke für deinen Kommentar und deine Offenheit. Ich kann deinen Frust sehr gut nachvollziehen und auch richtig. Ich denke, dass es vielen so geht und es oft zum verzweifeln ist.

      Ja, so ist es. Ich kann die Skepsis was Partnerbörsen angeht durchaus verstehen. Dennoch sind nicht alle gleich und machnes kann wirklich gut werden.

      Gerade weil die Zeit ohne Kind oft sehr knapp ist.

      ich wünsche dir alles Gute. Alexandra Widmer

    2. Hallo Alexandra,
      ich, Anfang 30, hab einen 9jährigen Sohnemann und hab mich von seinem Papa getrennt, als er 6 Monate alt war, er hatte mich enttäuscht . Damals, mit Mitte 20, ahnte ich nicht, welche Durststrecke, einmal rein beziehungstechnisch betrachtet, da auf mich zukommen würde… der Kommentar von Blume12 spricht auch mir aus der Seele, „verwelkte Blume“ trifft es ziemlich gut.
      Auch wenn das Scheitern der Beziehung zum Papa meines Sohnes mich sehr getroffen hat, hab ich damals meinen Traum nicht aufgegeben, dass ich doch nochmal die große Liebe treffe, die dann für immer hält.
      Denkste… So im Schnitt alle 10 Monate lerne ich jemand kennen, mit dem ich öfter ausgehe, mit dem Gedanken im Hinterkopf „Jetzt gib ihm und dir eine Chance, sonst bist du immer noch auf der Suche, wenn dein Sohn schon um die Häuser zieht!“ Aber der richtige – von beiden Seiten – der ist einfach und einfach nicht dabei und ich hab’s schön langsam satt… die Mädels in meinem Alter, die nach dem Essen beim Italiener noch in die Bar ziehen, sind immer dünner gesät, da gebunden/schwanger/… aber zum Kennenlernen müsste man halt „unter die Leute“. Außerdem ist mein Kleiner besonders abends, und ganz besonders wenn er merkt, dass die Mama ausgehen will, recht anhänglich. Aufpasser/innen zu finden wär nicht das Problem, meine Familie ist groß und jeder würde zu gern auf meinen Sohn aufpassen, wenn ich denn endlich einmal einen Mann an Land ziehen würde. Manchmal denk ich mir echt, das ist nicht mehr normal und ich bleib übrig.
      Keine Ahnung woran es liegt, ich bin nicht unattraktiver als die anderen, hab Studium und Beruf, bin lustig – wobei mir manchmal schon das Lachen vergeht… nach einem langem Tag im Büro, wenn abends aufkommt, dass noch 3 Seiten Schulaufgaben bis zum nächsten Tag gemacht werden müssen, kein einziges frisches Handtuch mehr auffindbar ist und ich mich nach nichts mehr sehne als einer Stimme, die sagt „Komm, leg die Füße hoch, lass mich mal machen“… und nach dem Mann dazu… über solche Momente haben mir die guten Ratschläge aus deinem neuen Buch schon öfters hinweggeholfen und dafür möchte ich dir danken, liebe Alexandra!

      liebe Grüße
      Maria

      1. Liebe Maria,

        danke für deine lieben Worte. Auch wenn du es schon 100 fach sicher gehört hast, es wird sich ändern. Wenn mir das jemand gesagt hat, war ich oft stinkig und ich hatte die Hoffnung aufgegeben. Vielleicht muss es manchmal diesen Punkt geben.

        Herzliche Grüße Alexandra Widmer

  15. Hallo Alexandra und alle anderen,

    ich bin erst seit einigen Monaten „ohne Mann“, d.h. der Kindsvater ist gegangen, ohne was zu sagen, und ich bin Anfang des 7. Monats. Mit geht es seltsamerweise gut, obwohl das nicht das ist, was ich wollte.
    Diesem Artikel kann ich nur zustimmen, auch wenn ich selbst da noch nicht angekommen bin, weil ich nicht den Eindruck habe, dass meine Vorstellungen falsch waren oder sind, was für einen Partner ich mir wünsche und die Beziehung dazu.
    Ich habe nicht vor, mich gleich auf einen Mann einzulassen, denn das Kind hat Vorrang und ich bin ja selbst nicht soweit, weil die Wunden noch heilen müssen. Aber ich habe Beziehung nicht ausgeschlossen und mich schon früh dagegen entschieden, mein Herz zu verschließen und verbittert zu werden. Das würde mir selbst nicht gut gehen. Und es stimmt ja, dass wenn ich mich mit mir selbst wohl fühle, meinem Kind das auch gut tut…
    Ich bin aufgehoben durch Familie und Freunde und hole mir Hilfe und schaue, dass ich das tue, was mir gut tut, z.B. Neues lernen, n Nebenjob machen für ein bisschen mehr Geld…
    Ich freue mich auf weitere Artikel von Ihnen und hier auf der Seite, es tut mir gut, dass ich nicht alleine dastehe.
    Gruß Isabel

  16. Liebe Alexandra
    Ich bin seit 3 Jahren vom Vater meiner beiden Söhne (6 und 8 Jahre) getrennt. Es war eine Bombe, die in mein Leben eingeschlagen hat, als ich herausfand, dass er mich bereits drei Jahre mit einer 16 Jahre jüngeren Frau betrogen hat. Ich habe da wirklich die dicke Post abgekriegt und war nahe an einer Erschöpfungsdepression oder wenn man so sagen möchte, an einem emotionalen Burnout. Viele verschiedene Dinge haben mir geholfen, dass ich heute wieder auf meinen Beinen stehe, Perspektiven habe und Vergangenes loslassen konnte.
    Nun zum Thema „Neue Partnerschaft“…. Ich habe nicht gedacht, dass das so schwierig sein kann. Nicht, dass nicht irgendwo im „Männerwald“ einer für mich stehen würde, davor hatte ich keine Angst. Ich habe aber festgestellt, dass ich selber es bin, die sich selber im Wege steht. Ich bin keine zwanzig mehr. Unbefangenheit, Risikobereitschaft und Kopflosigkeit sind nicht mehr so gross. Anfänglich habe ich mich nach ein paar Monaten schon bei einem Datingportal angemeldet, einige Männer gedatet, ohne grosse Vorstellungen und Erwartungen. Schon bald hatte ich näheren Kontakt mit einem Mann mit etwas grösseren Kindern im Teenager-Alter. Wir gaben uns gegenseitig die körperliche Leidenschaft und Zuneigung, die uns jahrelang gefehlt hatte und führten so immerhin eine 1,5 Jahre dauernde Beziehung. Dann und wann unternahmen wir auch etwas mit unseren Kindern, jedoch nur am Rande. Im Zentrum standen wir beide, das gesamte Umfeld, wurde einfach ausgeklammert. Und es kam der Punkt, wo wir sagen mussten: DA FEHLT NOCH WAS! Ich hatte das Gefühl, dass er nicht alles von mir wollte. Mein gesamtes Umfeld, meine Familie, meine Kinder und mein Alltag wurde einfach ausser acht gelassen. Ich schob die Schuld auf ihn und dachte: „Der will mich nicht als ganzer Mensch!“ Mittlerweile weiss ich: ICH SELBER wollte und brauchte in diesem Moment nicht das gesamte Paket. Es wäre schlicht und einfach zuviel gewesen, jemand wieder vollständig in mein Leben zu lassen. Also habe ich entschieden: Diese Beziehung war für diesen Zeitraum in meinem Leben passend und gut so… Und ich habe ein weiteres Mal losgelassen….
    Zum ersten Mal fühlte ich mich alleine äusserst wohl. Single sein machte Spass. Ein tolles Gefühl, das ich sehr genossen habe, und auch noch weiterhin genossen hätte… Wäre da nicht ein Mensch in mein Leben getreten, der angefangen hat, mein Innerstes tief zu berühren. So tief, so feinfühlig, so geduldig und so aufrichtig, dass es mir fast den Atem nahm. Atemlos wie ich mich fühlte, stand ich ziemlich fest auf meine Bremse, ich bekam Angst. Ich wies ihn zurück – er ging ein Stück zurück, aber blieb. Ich erzählte ihm von meinen Ängsten – er hörte zu und sagte, dass er warte. Er liess mich meine kleinen Schritte machen, erwartete aber keine grosse.
    Ich wollte davonrennen… Doch da habe ich genau hingeschaut und mich gefragt: Vor was ich denn wirklich davonrennen müsste? Und ich hatte darauf keine Antwort, da es keinen Grund gibt. Ja, ich muss lernen, einen Mensch wieder in mein Leben zu lassen, und zwar vollständig. Ich muss meinen Alltag öffnen, sonst hat jemand anderer kein Platz. Freundeskreis, Familie, Kinder, Haus, Garten, Interessen… das Nest war 17 Jahre von meinem Ex-Mann besetzt, soll hier wirklich jemand anderer Platz nehmen? An meiner Seite? Es braucht verdammt viel Mut und es fehlt mir an Gelassenheit. Ich habe mich aber entschieden, diesem neuen Menschen seinen Raum zu geben. Auch wenn es immer nur ein Stückchen mehr ist, auch wenn es Geduld und Zeit braucht. Ich bin zutiefst berührt, dass mein Gegenüber in mich vertraut und mir diese Zeit gibt und diese Geduld aufbringen möchte.
    Glücklichsein ist eine Entscheidung. Ich habe mich dafür entschieden.
    Liebe Grüsse
    Claudia

    1. Liebe Claudia, danke für deinen Kommentar. Wunderbar geschrieben kann ich dich so gut verstehen. Glücklichsein ist eine Entscheidung und doch oft so schwer. Alles Gute für dich und euch 🙂

      Herzliche Grüße Alexandra Widmer

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